16 Lehrveranstaltungen
Das Offene organisieren, oder: WAS IST PRAXIS

Franziska Ipfelkofer

Der Begriff „Praxis“ ist alles andere als eindeutig. So einfach es sich z. B. von „künstlerischer Praxis“ oder von der Abgrenzung der „Theorie“ von der „Praxis“ sprechen lässt, so leicht ist es, dieses Konzept in sehr verschiedenen Sinnhorizonten in Anspruch zu nehmen. Möglich ist dies aufgrund einer wesentlichen Offenheit, die seine spezifisch moderne Form kennzeichnet: Das Proseminar geht von der… 2018W, Proseminar

Die Aktualität der Geschichte

Helmut Draxler

Geschichte scheint nicht nur auf eigentümliche Weise aktuell zu sein – etwa in all den Formen einer Denkmals- und Erinnerungskultur. Es ist vielmehr etwas grundsätzlich Aktuelles an der Geschichte. Um als Geschichte verstanden zu werden, müssen einzelne Ereignisse aufgerufen und in ihrem Zusammenhang aktualisiert werden. Die Zeit erscheint im Rahmen der Geschichte weder als objektive noch als subjektive Kategorie, sondern… 2019S, Seminar

Die Aktualität der Geschichte

Helmut Draxler

Geschichte scheint nicht nur auf eigentümliche Weise aktuell zu sein – etwa in all den Formen einer Denkmals- und Erinnerungskultur. Es ist vielmehr etwas grundsätzlich Aktuelles an der Geschichte. Um als Geschichte verstanden zu werden, müssen einzelne Ereignisse aufgerufen und in ihrem Zusammenhang aktualisiert werden. Die Zeit erscheint im Rahmen der Geschichte weder als objektive noch als subjektive Kategorie, sondern… 2019S, Vorlesungen

Die Ethik der Psychoanalyse

Helmut Draxler

Im Zusammenhang mit der Veranstaltung „Wir alle sind Exilanten“ des Forum Zadig (Neues Lacansches Feld, Wien), die am 6. April 2019 an der Universität für Angewandte Kunst stattfindet, versucht die Lehrveranstaltung, die praktischen und theoretischen Implikationen der Psychoanalyse im Kontext der aktuellen politischen Situation zu thematisieren. Gegen neurechte Einschließungs- und Abgrenzungs-Rhetoriken wird es darum gehen, einen aufgeklärten Universalismus als Grundlage… 2019S, Seminar

Die Poetinnen unter den Philosophen (und umgekehrt)

Maria Bussmann

Warum heißt es im Titel Philosophen und nicht PhilosophInnen? Weil es schlicht in der langen Liste der historischen philosophischen Anthologien und in Geschichten der Philosophie nur Männer gibt und – vor dem 20. Jahrhundert – keine Frauen, oder so gut wie keine. Man prüfe sein Bücherregal. Aber stimmt das? Den Philosophinnen unter den Poetinnen – denn oft verstecken sie sich… 2019S, Seminar

Eine Ästhetik der Unmittelbarkeit

Anna Margareta Spohn

Der Topos der Unmittelbarkeit ist allgegenwärtig. In seiner Opposition zum Vermittelten verweist er auf das Direkte, das Echte und Unverstellte. Die generelle Skepsis gegenüber dem Vermittelten, die sich im Laufe des 20. Jahrhunderts zugespitzt hat, geht auch mit der Hoffnung auf das Freisetzen von emanzipatorischem Potenzial durch das Beseitigen solcher Trennungen einher. Das zeigt sich in verschiedenen Bereichen – etwa… 2019S, Seminar

Eine Philosophie der holländischen Malerei

Helmut Draxler

Hegel hatte die holländische Malerei als den „Sonntag des Lebens“ beschrieben; Menschen, die so wohlgemut auftreten, könnten nicht schlecht und niederträchtig gewesen sein. Roland Barthes hingegen war gerade dieses Wohlgemute verdächtig. Er sah darin nichts als ein biopolitisches Komplott gegen die niederen Klassen. Noch heute scheiden sich an der holländischen Malerei die Geister: manche sehen in ihr das republikanische Ideal… 2018W, Seminar

Eine Philosophie der holländischen Malerei

Helmut Draxler

Hegel hatte die holländische Malerei als den „Sonntag des Lebens“ beschrieben; Menschen, die so wohlgemut auftreten, könnten nicht schlecht und niederträchtig gewesen sein. Roland Barthes hingegen war gerade dieses Wohlgemute verdächtig. Er sah darin nichts als ein biopolitisches Komplott gegen die niederen Klassen. Noch heute scheiden sich an der holländischen Malerei die Geister: manche sehen in ihr das republikanische Ideal… 2018W, Vorlesungen

Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten

Anna Margareta Spohn

Im Proseminar sollen den TeilnehmerInnen mögliche Herangehensweisen an eine wissenschaftliche Arbeit sowie die nötigen Arbeitsweisen vermittelt werden. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung einer Idee oder eines Interessensgebietes zu einer konkreten Fragestellung und auf der Wahl geeigneter methodischer Ansätze zur Ausarbeitung einer Thematik. Geübt werden sowohl technische Fertigkeiten wie Recherche, der Umgang mit Quellen und das Zitieren, das Argumentieren… 2018W/2019S, Proseminar

Einführung in feministische Theorien, Gender und Queer Theory

Maria Bussmann

Basistexte werden gemeinsam gelesen und diskutiert. Darunter und als Beginn Judith Butlers, Kann man ein gutes Leben in einem schlechten Leben führen? (Judith Butler, Anmerkungen zu einer performativen Theorie der Versammlung, S. 249-279 – der Text ist auf der Homepage der Abt. Kunsttheorie unter Handouts zu finden. Ich bitte um Lektüre bis zur ersten LV am 17.10.) Ferner Texte (teilweise… 2018W, Proseminar

Horrorism

Alexi Kukuljevic

The title of this course alludes to a book by Adriana Cavarero entitled, Horrorism: Naming Contemporary Violence. With this term, she proposes to name “the substance of an epoch that has managed to write the most extensive and anomalous, if not the most repugnant, chapter in the human history of destruction.” The violence that is horrorist in character is a… 2019S, Seminar

Methoden der Kunsttheorie. DissertantInnenseminar

Helmut Draxler

Die Lehrveranstaltung adressiert das kunstwissenschaftliche Methodenspektrum im Hinblick auf die einzelnen Dissertationsprojekte. 2018W/2019S, Seminar

Phallocentrism and the Secrets of the Patriarchy

Renée Gadsden

Wir werden uns auf drei kurze Texte konzentrieren: Jacques Lacans "The Signification of the Phallus" (phallocentrism), Jacques Derridas "Plato's Pharmacy" (phallogocentrism) und Hélène Cixous "The Laugh of the Medusa" (écriture féminine). Wir untersuchen mit Hilfe der Analyse dieser Texte, wie Phallokratie und Patriarchie konstruiert und wahrgenommen werden, um ihre ihnen zugrundeliegenden Mechanismen besser zu verstehen. Unser Ziel ist es, eine… 2018W, Seminar

Thinking the Non-Human

Alexi Kukuljevic

A curious concept. The “inhuman” designates an apparent contradiction: a human that is not human. If one speaks of the inhumane, one designates an activity that is less than human, that lacks the distinction of that which supposedly elevates human activity, and serves to differentiate it from the non-human. Only the human can be inhumane, since such activity is defined… 2018W, Seminar

Von ästhetischen Räumen

Anna Margareta Spohn

„Wir leben im Zeitalter der Gleichzeitigkeit, des Aneinanderreihens, des Nahen und Fernen, des Nebeneinander und des Zerstreuten“, so begann Michel Foucault einen Vortrag aus dem Jahr 1967, der später unter dem Titel „Von anderen Räumen“ veröffentlicht wurde. Während er den Horizont des 19. Jahrhunderts mit einem auf Sukzessivität aufbauenden Begriff von Zeit verband, sah er die Theorien und Systeme seiner… 2018W, Seminar

Was hat die Philosophie zu den Problemen der Zeit zu sagen?

Helmut Draxler

Nach Hegel besteht die Aufgabe der Philosophie darin, ihre jeweilige Zeit auf den Begriff zu bringen. Das philosophische Problem der Zeit verbindet sich in dieser Definition mit dem Anspruch, die jeweilige Gegenwart zu erfassen und deren konstitutive Flüchtigkeit hin auf einen Horizont von stabiler Bedeutsamkeit zu transzendieren. Die grundlegende Frage dieser Ringvorlesung wird sein, ob und wie ein solcher Anspruch… 2018W, Ringvorlesung