Ludologisches Symposium

Vortragsreihe/Ringvorlesungen

Text

Die ludologischen Symposien verstehen sich als Prototyp einer spielwissenschaftlichen Auseinandersetzung und loten so die Möglichkeit einer **kohärenten Ludologie** aus. Das wäre eine Spielwissenschaft, die nicht einfach gängige Methoden und Instrumente anderer Disziplinen auf das Phänomen der Spiele anwendet, sondern aus dem Forschungsgegenstand selbst gewinnt. Dazu widmet man sich jede Session zwei Objekten; Artefakte des Spielens, aus denen elementare Operationen abgeleitet werden. Solche können zwar in verschiedenen Regelsystemen andere Funktionen erfüllen — für sich stellen sie aber irreduzible Spieltätigkeiten dar. (Z.B.: Würfel müssen geworfen werden — egal, ob Ergebnisse verglichen werden oder anzeigt wird, wie viele Felder vorzurücken ist. Das Werfen ist in jedem Fall eine primitive Technik, durch welche man an Spielkultur teilnimmt oder in der Entwicklung von Game Designs Kulturen hervorgebracht werden.) In der Versammlung solcher Kulturtechniken ergibt sich im besten Fall eine sinnfällige Ordnung, ein Periodensystem von Elementen des Spiels und damit eine kohärente Abteilung des Forschungsfeldes. Den Anfang machen zwei fundamentale Operationen, die oft angewandt werden, bevor noch die eigentlichen Spiele starten: - einigen: Wie wird ein spielerischer Gemeinsinn geschaffen, dass nun die Regeln des Spiels gelten, nicht die des Alltags? - losen: Wie wird im Spiel das Glück domestiziert? Was sagt dies über Vorstellungen von Gerechtigkeit und Fairness? Wir freuen uns auf erkenntnisreiche Diskussionen!

Vortragende

Simon Huber , Ivo Antunic

Ort

Adresse

  • Wien, Österreich
  • Vienna
  • Austria

Mediendateien

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Veröffentlicht von: Simon Huber | Universität für Angewandte Kunst Wien | Veröffentlicht am: 25. Februar 2025, 23:53 | Geändert am: 26. Februar 2025, 00:20