Theatergeschichte, Literatur, Analyse, Libretto, Poetik
Hannah Lioba Egenolf
Institut für Bildende & Mediale Kunst, Bühnen- und Filmgestaltung
2025S, Vorlesungen (VO), 1.0 ECTS, 1.0 SemStd., LV-Nr. S02713
Beschreibung
„Wenn's im Theater um Armut geht, trägt oft wer ein Feinripp-Shirt“[1]
Klasse, Klassismus und ein Theater der Zukunft
Die Lehrveranstaltung setzt sich vornehmlich mit freien Formen des Sprechtheaters und der Performance sowie deren Positionierung in der Wiener Kultur- und Theaterlandschaft auseinander. Zudem werden aktuelle künstlerische Entwicklungen & neue Ästhetiken und Tendenzen im Bereich des Sprechtheaters, der Aktionskunst und der Theorie im deutschsprachigen Raum analysiert und diskutiert. Anhand von aktuellen Inszenierungen und Diskursen werden Machbarkeiten, Ästhetiken und künstlerische Handschriften überprüft. Ziel ist die Vermittlung von profunden Kenntnissen über Theaterstrukturen und Fähigkeit zur Reflexion über Gesehenes sowie aktuelle künstlerische Positionen und Debatten.
Jedes Semester hat einen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt. Dieses Semester werden wir uns mit den Themen Klasse und Klassismus und einem möglichen Theater der Zukunft beschäftigen.
Die Arbeit im Kulturbetrieb, speziell am Theater, ist berüchtigt für unsichere Arbeitsverhältnisse und geringe Verdienste. Dennoch arbeiten vornehmlich Menschen aus akademischen Haushalten im Kulturbetrieb – und auch auf den Bühnen erzählen wir oftmals nur von Sorgen und Nöten des Bildungsbürgertums.
Doch wieso ist das so? Begründet wird dies oftmals mit einer angeblichen Kulturferne anderer sozialer Gruppen, wie etwa der Arbeiter*innen- oder der Armutsklasse.
Aber: Kann man das nicht ändern? Welche Geschichten wollen wir auf der Bühne erzählen? Und mit wem wollen wir arbeiten?
In diesem Semester diskutieren wir diese Themen anhand von Texten und Thesen von Francis Seeck, Verena Brakonier, Barbara Blaha, Mareice Kaiser, Milo Rau, Lena Riemer und vielen anderen mehr.
[1] Titel eines Interviews von Christoph Twickel mit Performerin Verena Brakonier und Anthropolog*in Francis Seeck, erschienen in ZEIT ONLINE, 2021
Prüfungsmodalitäten
Anwesenheit, kontinuierliche Mitarbeit, Diskussionsbereitschaft, inhaltliche Auseinandersetzung mit den Themen der Lehrveranstaltung.
Am Ende des Semesters:
Abgabe einer kurzen schriftlichen Abhandlung (ca. 1-2 A4-Seiten) zu einem im Semester behandelten Thema.
Anwesenheitspflicht in der ersten Lehreinheit. (Einmal Fehlen im Laufe des Semesters ist erlaubt.)
Ein Theaterbesuch ist immanenter Teil der Lehrveranstaltung. In diesem Semester schauen wir uns die Uraufführung "aufstiegskörper. ein fühlversuch" von Lena Riemer am Theater am Werk am Petersplatz an - die genauen Termine dafür werden in der LV besprochen.
Die Lehrveranstaltungen beginnen pünktlich zur jeweils angegebenen Uhrzeit.
Anmerkungen
Anmeldung möglich bis 15.03.2025
Bitte online anmelden.
Bei Fragen zur LV auch gern jederzeit per Mail melden: hannah-lioba.egenolf@uni-ak.ac.at
Um Missverständnissen vorzubeugen - die LV findet in deutscher Sprache statt.
Schlagwörter
Theater, Darstellende Kunst, Klasse, Klassismus, Diskussion, Kulturpolitik
Termine
17. März 2025, 14:00–17:00 Abteilung Bühnen- und Filmgestaltung , „BlackBox“
07. April 2025, 14:00–17:00 Abteilung Bühnen- und Filmgestaltung , „BlackBox“
05. Mai 2025, 14:00–17:00 Abteilung Bühnen- und Filmgestaltung , „BlackBox“
02. Juni 2025, 14:00–17:00 Abteilung Bühnen- und Filmgestaltung , „BlackBox“
LV-Anmeldung
Von 03. Februar 2025, 00:00 bis 15. März 2025, 23:59
Per Online Anmeldung
Studienplanzuordnung
TransArts - Transdisziplinäre Kunst (Bachelor): Theoretische Grundlagen: Theoretische Grundlagen 180/003.01
Bühnengestaltung (1. Studienabschnitt): Regie / Dramaturgie: Theatergeschichte, Literatur, Analyse, Libretto, Poetik 542/102.02
Bühnengestaltung (2. Studienabschnitt): Regie / Dramaturgie: Theatergeschichte, Literatur, Analyse, Libretto, Poetik 542/202.02
Mitbelegung: möglich
Besuch einzelner Lehrveranstaltungen: möglich