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Der Vortrag beschäftigt sich mit der Transformation von Gedächtnis und Erinnerung in digitalen Kulturen. Ausgangspunkt ist Vannevar Bushs Vision des Memex als technische Erweiterung des menschlichen Geistes. Während sich eine solche Externalisierung von Wissen heute in immer größer werdenden Datenindustrien manifestiert, eröffnen sich für die Wissenschaften, aber gerade auch die Künste neue Handlungsfelder. Die Verwendung von Daten als neues künstlerisches Material ermöglicht es, nicht nur die Mängel, Vorurteile und blinden Flecken unseres kulturellen Gedächtnisses aufzuzeigen, sondern auch alternative Zukunftsvisionen zu entwerfen. Der Vortrag plädiert für eine neue Form der Kritik, bei der Daten nicht als immateriell, sondern als gestaltbare Basis für öffentliches Engagement betrachtet werden.