Digitale Spielgaben

Arbeitsschwerpunkt/laufendes Projekt

Projektleitung

Lola Yamile Berger , Silvia Stocker , Clemens Apprich , Eva Maria Stadler

Projektpartner*innen

Wiener Bildungsserver , HTW Berlin , KinderKunstLabor

Dauer

01. März 2023–

Schlagwörter

Medienpädagogik, Digital Humanities, Pädagogik / Vermittlung, Kunstpädagogik

allgemeiner Text

Das Forschungsprojekt „Digitale Spielgaben“ hat den Anspruch, digitale Kompetenzen spielerisch, ohne den unmittelbaren Gebrauch digitaler Medien, sondern mithilfe von Spielgaben in analoger Form zu vermitteln. Die auf Friedrich Fröbel, den Erfinder des Kindergartens, zurückgehende Spielgabe soll Kindern ermöglichen, Abstraktionsfähigkeit und prozessuales Denken zu entwickeln. Mit diesem Projekt stellen wir uns als Forschungs- und Bildungseinrichtung, die nicht zuletzt im Bereich der Kunstpädagogik eine zentrale Rolle in Österreich spielt, der zukunftsweisenden Frage: Wie lässt sich Digitalität im frühen Kindesalter lernen, ohne dabei die Bildschirmzeit zu erhöhen? Die digitalen Spielgaben haben sich zu Übungen in unterschiedlichen Formaten entwickelt, die bildnerisch oder performativ, in Gruppen oder einzeln, mit mehr oder weniger Konzentration durchgeführt werden können. Das Digitale und das Analoge werden in ihrer jeweiligen Verschränktheit vermittelt, wobei bereits im spielerischen Umgang mediale Prozesse (wie Befehle, Regeln, Abfolgen, Mustererkennung, Kontinuität und Diskretion) nachvollziehbar gemacht werden. Spielkarten Um Pädagog*innen eine klare, niederschwellige Vorstellung der Übungen und ihrer Absichten zu bieten, steht zu jeder Übung eine A4-Seite zum Download bereit. Die A4-Seite wird ausgedruckt und quer in der Mitte zu einer A5-„Spielkarte“ gefaltet. Auf der Vorderseite finden Lehrende wichtige Informationen: 1.) zur Durchführung der Übung, 2.) zu den Voraussetzungen für die jeweilige Übung (z.B. räumlich oder zeitlich) und 3.) zu den Kompetenzen, die durch die Übung gefördert werden. Zur Durchführung der Übungen reichen die Inhalte auf der Vorderseite. Auf der Rückseite finden sich zusätzliche medien- und kunsthistorische Informa- tionen zur jeweiligen Spielgabe. So können sich Pädagog*innen bei Bedarf und/ oder Interesse weiter in Thematiken rund um Digitalität vertiefen. Eine zusätzliche Anforderung stellt die Erweiterbarkeit der „Spielgaben“ dar. So wie Fröbel selbst seine Spielgaben als erweiterbar ansah, können auch unsere Spielgaben ergänzt und ggfs. miteinander verbunden werden. Die Konzepte, die innerhalb des zwölfmonatigen Forschungsprojektes entstanden sind, sollen daher nur ein Anfang sein und um zukünftige Ideen und Spielgaben bereichert werden.

Förderung

Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds

Status

laufend

Mediendateien

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Veröffentlicht Von: Silvia Stocker | Universität für Angewandte Kunst Wien | Veröffentlicht Am: 17. April 2026, 15:42 | Geändert Am: 01. Juni 2026, 11:02