ASchool

  • Parallelities. Content, Cake, and Cables
Workshop

Veranstalter*innen

Universität für Angewandte Kunst Wien , transmediale Berlin

Schlagwörter

Medientheorie, Critical Pedagogy , Learning , Feminist Studies , Cyberfeminism , Community

Text

ASchool ist ein informelles Netzwerk von Kulturarbeiter:innen, das kritische Pädagogiken durch kollaboratives Lehren, Lernen und kollektive Wissensproduktion entwickelt. ASchool untersucht die technischen, institutionellen, kulturellen und politischen Bedingungen dessen, wie wir heute über Medien und Technologie sprechen, sie lehren und verstehen. Für transmediale 26: By the Mango Belt and Tamarind Road wurde ASchool eingeladen, einer der „Guerrilla Theory Incubators“ des Festivals zu werden – eine temporäre, partizipative Theorie/Praxis-Gruppe, die bereits vor dem Festival kollaborative Lese-, Seh-, Hör- und Theorieknoten gebildet hat. Im Vorfeld des Festivals und im Geist früher öffentlicher Internetcafés lädt ASchool Besucher:innen zu einem Walk-in-Retreat ein, um Inhalte, Kuchen und Kabel zu verdauen. Kollektiv zusammengestellte Materialien, die Neugier an den Überschneidungen emanzipatorischer feministischer, trans(hack)feministischer und cyberfeministischer Zugänge zum Lernen, Sprechen über sowie Eingreifen in Medien und Technologie heute ausdrücken, stehen zur Verfügung. Der Raum ist verankert in Lesezirkeln, Spielstationen, Klatsch und Gesprächen an einem Tresen, an dem Network Cakes serviert werden, Sitzgelegenheiten zum Tippen und E-Mail-Schreiben sowie einer DIY-Wort- und Kabel-Webaktion, ähnlich den Scooby-Doo-Fadenketten der 1990er Jahre. In regelmäßigen Abständen teilt ASchool Lesungen aus Texten, mit denen sie gearbeitet haben, und schafft so Momente von Handlung und Reflexion. Theorie/Praxis wird nicht als abstrakt präsentiert, sondern spielerisch erprobt, angestoßen, rezitiert und durch pädagogische Experimente zugänglich gemacht. Als Gruppe, die sich zeitlich begrenzt zum Lernen zusammengefunden hat, versteht ASchool ihre Position als eine der fürsorglichen und demütigen Parallelitäten: parallel zu den vielen Genealogien emanzipatorischer Feminismen, parallel zueinander und parallel zur zeit-räumlichen Dehnung der diesjährigen Festivalausgabe, in der Zentren sich in laterale Strukturen auflösen. Diese Position verweist auf eine lose bis eng geknüpfte Nähe von Fäden, mit der Möglichkeit, dass sich diese korrespondierenden Linien im Unendlichen treffen. Jeder erkundete Pfad, jede Kreuzung und jedes ferne Echo hinterlässt Spuren – Zitationskarten, Protokolle, Rituale – die als Dokumentation-als-Praxis verstanden werden. Dies ist kein Workshop mit vorab festgelegten Ergebnissen – es ist eine Arbeitsgruppen-Atmosphäre, teils choreografiert (gemustert), teils unscharf und teils offen. ASchool schlägt einen Versammlungsraum vor, in dem unterschiedliche Modi der Aufmerksamkeit und Reflexion koexistieren: Einige essen Kuchen, andere spielen allein oder gemeinsam ein Spiel; manche lesen laut, andere verweben Worte in Stille; einige hinterlassen Spuren, andere bewegen sich lauernd am Rand. Die Session verkörpert Transversalität – Bewegung quer und hindurch – als Rahmen und als Praxis. Komm jederzeit vorbei und wähle deinen Weg: spielen, lesen, machen, sprechen, essen oder einfach präsent sein. Bring ungenutzte Kabel mit oder nutze die bereitgestellten, um materielle Verbindungen zu knüpfen und die Geschichten zu verdauen, die diese Technologien in sich tragen. Bring deinen eigenen Laptop zum Spielen mit oder nutze eine unserer zwei Spielstationen. Teile deine Lieblingstexte zum Thema oder lass dich von den angebotenen Zitaten inspirieren. Drop in anytime and choose your path: gaming, reading, making, talking, eating, or simply being present. Bring unused cables or use ours to forge material connections and digest the stories these technologies hold. Bring your own laptop for game play or use one of our two game stations. Share your favorite texts on the topic, or find inspiration in the quotes offered. ASchool wurde 2024 von den Netzwerkpartnern transmediale, dem Weibel Institute for Digital Cultures, der TU Dresden, dem Het Nieuwe Instituut und der University of Limerick initiiert. Ergänzend zu diesen informellen institutionellen Verbindungen umfasst das Netzwerk unabhängige Künstler:innen, Forscher:innen und Kurator:innen. Die Ausgabe von ASchool 2026 wird vom Weibel Institute for Digital Cultures und der Universität für angewandte Kunst Wien konzipiert, im Dialog mit den Kurator:innen Juan Pablo García Sossa und Neema Githere sowie transmediales Anna-Lena Panter und Lucas Matray.

Aktivitätenlisten

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Veröffentlicht Von: Denise Helene Sumi | Universität für Angewandte Kunst Wien | Veröffentlicht Am: 11. Februar 2026, 10:48 | Geändert Am: 11. Februar 2026, 11:30