Beschreibung
Im Rahmen des Schwerpunkts widmen wir uns der Gravitation. Die Technikgeschichte weiß von unzähligen Anstrengungen zu berichten, die Schwerkraft zu überwinden, sie auszutricksen, ihr zu entkommen oder sie für eine Vielzahl von Bewegungsarten produktiv zu machen. Wenngleich Wissenschaftler:innen und Ingenieur:innen in der Architektur, der Statik, der Mechanik oder der Weltraumtechnik Modelle entwickelten, die Gravitation berechenbar zu machen, bleibt sie in vielen Belangen rätselhaft.
Im Seminar diskutieren wir gemeinsam mit Gastvortragenden die Historizität des Konzepts der Gravitation in Kunst, Technik und Wissenschaft. Jenseits einer naiven Re-aktualisierung von „Kraft“ als konzeptuelles Fundament für eine künstlerische Praxis, eine künstlerisch-wissenschaftliche Forschung oder für kultur- bzw. kunstwissenschaftliche Begriffsbildungen befragen wir die Formen, Techniken, Praktiken, metaphorischen Dynamiken und die diskursiven Rahmungen kritisch-transdisziplinär.
Im Seminar untersuchen wir diese Aspekte von Technik entlang der Literatur und konkreter Objekte sowie in Form von Referaten und in Seminar-/Bachelorarbeiten.
Das Seminar findet in thematischer wie zeitlicher Überschneidung mit Liddy Scheffknechts Seminar „Gravitation. Fallen, Schweben, Loslösen“ und Anna Spohns Seminar „Theorien der zeitgenössischen Kunst“ statt.
Beschreibung
Abbildung: Johann Hieronymus Löschenkohl (Verlag), Blanchards 38. Luftreise zu Wien am 6. Juli 1791, 1791, Wien Museum Inv.-Nr. 117473, CC0 (https://sammlung.wienmuseum.at/objekt/202388/)
Lecturers
Marcello Farabegoli
,
Ebru Kurbak
,
Oppl, Bernd
,
Tanja Traxler