Praxeologie der Digitalität

  • Interdisziplinäres Symposium zum künstlerischen Arbeiten im Zeitalter digitaler Reproduzierbarkeit
Symposium

Veranstalter*innen

Florian Bettel , Judith Burger , Felix Koberstein , Liddy Scheffknecht , Leonard Weydemann

Datum

  • 16. Juni 2026– 14:00–18:00 Universität für angewandte Kunst in Wien, Wien, Österreich (Seminarraum 6)

Schlagwörter

Bildende Kunst, Digitale Kunst, Kulturgeschichte, Kulturwissenschaft, Museum Studies, Technikgeschichte, Wissenschafts- und Technologiepolitik

Beschreibung

Das Symposium Praxeologie der Digitalität widmet sich der Kunst und dem künstlerischen Arbeiten mit digitalen Reproduktionsverfahren. Im Zentrum steht die Frage, wie sich mit der zunehmenden Verfügbarkeit digitaler Reproduktionstechnik nicht nur neue gestalterische Möglichkeiten für Architektur, Design und Kunst, sondern auch veränderte epistemische, ästhetische und politische Ordnungen herausbilden. Reproduktion wird dabei nicht als bloßer Akt der Vervielfältigung, sondern als komplexer Prozess verstanden, in dem technische Infrastrukturen, gestalterische Entscheidungen und gesellschaftliche Vorstellungen untrennbar miteinander verwoben sind. Digitale Reproduktion erscheint entsprechend als ein Praxisfeld, in dem sich Fragen nach Wissen, Sichtbarkeit, Materialität und Macht neu konfigurieren – sei es im Kontext von Bildung, künstlerischer Forschung oder der Schaffung, Dokumentation und Transformation von Räumen. Die beiden Panels des Symposiums nähern sich diesem Feld aus unterschiedlichen Perspektiven: Während Digitalität und Bildung der Verschränkung von technischen Infrastrukturen, pädagogischen Praktiken und politischen Implikationen des Digitalen nachgegangen wird, richtet das Panel Hybride Rückkopplungen den Blick auf die Wechselwirkungen zwischen digitalen Reproduktionstechniken, räumlicher Erfassung und künstlerisch-kuratorischen Prozessen sowie ihren rechtlichen Implikationen. Die Veranstaltung geht auf eine interdisziplinäre und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit von Felix Koberstein (Expanded Museum Studies), Judith Burger (Kunstsammlung und Archiv), Florian Bettel und Liddy Scheffknecht (Kulturwissenschaften) sowie Leonard Weydemann (Geometrie) zurück.

Beschreibung

Abb.: „Das Raydac ist ein einzigartiger Computer, der zur Gruppe der Vakuumröhrencomputer gezählt wird. Hier wird er von einer Frau bedient“ (1952), zit. nach: WIFAR – Wiener Filmarchiv der Arbeiterbewegung, AT-WFR-PIC-GL1S491-LAT_137_099

Vortragende

Eva Greisberger , Daniela Kröhnert , Bence Pap , Philipp Reinsberg , Patrícia Reis , Charlotte Reuß , Konrad Strutz , Petra Weixelbraun

Ort

Adresse

  • Universität für angewandte Kunst in Wien, Wien, Österreich
  • Oskar-Kokoschka-Platz 2
  • 1010 Wien
  • Österreich

Mediendateien

  • Bild
  • Dokument
Veröffentlicht Von: Florian Bettel | Universität für Angewandte Kunst Wien | Veröffentlicht Am: 18. Mai 2026, 15:11 | Geändert Am: 27. Mai 2026, 08:14