Ghosts of the Curricula
- Making the Hidden Curriculum of Internationalisation Visible
Vortragende
Datum
- 03. Juni 2026–05. Juni 2026 Vilnius, VI, Litauen
Schlagwörter
Curricula, Ghosts, unwritten rules, implicit norms, expectations, power relations, cross-disciplinary education
Text
Ausgehend von den Lehrplänen unserer Studiengänge – „Cross-Disciplinary Strategies“ (Universität für angewandte Kunst Wien) und „Transformation Studies“ (Johannes Kepler Universität Linz) – sowie den Lehrplänen der Institutionen der Workshop-Teilnehmer*innen untersucht dieser Beitrag, wie Internationalisierung und interkulturelles Lernen durch den „verborgenen Lehrplan“ geprägt werden: jene ungeschriebenen Regeln, impliziten Normen, Erwartungen und Machtverhältnisse, die zwischen den formalen Lehrplanstrukturen wirken. Auf der Grundlage unserer Erfahrung mit der Begleitung heterogener Studierendengruppen über Disziplinen, Institutionen und epistemische Kulturen hinweg argumentieren wir, dass viele der mit globaler Bürgerschaft verbundenen Kompetenzen – wie Reflexivität, Übersetzung über Unterschiede hinweg, Handlungsfähigkeit und Kooperationsfähigkeit – nicht in erster Linie durch formale Lernergebnisse erworben werden, sondern durch sorgfältig begleitete Praktiken im „Zwischenraum“ der verschiedenen Lehrpläne. Diese Praktiken werden selten explizit gemacht, doch sie prägen entscheidend, wie Studierende Inklusion, Exklusion, Partizipation und Anerkennung erleben. Der Workshop lädt die Teilnehmenden ein, ihre eigenen versteckten Lehrpläne durch eine materielle und metaphorische Übung mit dem Titel „Ghosts of the Curricula“ zu veranschaulichen und zu reflektieren. Die Teilnehmenden werden gebeten, eine visuelle und/oder materielle Darstellung (einen „Geist“, ein Monster, eine Metapher oder eine Figur) ihres Lehrplans zu erstellen, wie sie ihn in der Praxis erleben: Was verlangt er? Was ermöglicht er? Was verschweigt er? Was bewegt sich unsichtbar durch ihn hindurch? Diese Geister/Artefakte fungieren als Grenzobjekte, die es Teilnehmenden aus unterschiedlichen institutionellen und kulturellen Kontexten ermöglichen, in einen Dialog jenseits der Fachsprache zu treten. Die kollektive Reflexion konzentriert sich darauf, wie verborgene Lehrpläne mit Internationalisierungsstrategien, interkulturellem Lernen, Gerechtigkeit, Vielfalt und Inklusion zusammenhängen und wie Moderation diese Dynamiken sichtbar und verhandelbar machen kann. Durch die Kombination von konzeptioneller Reflexion und partizipativer Praxis liefert das Treffen eine übertragbare Methode zur Analyse und Diskussion des verborgenen Lehrplans der Internationalisierung in vielen Bereichen der Kunstpädagogik und bietet sowohl kritische Einblicke als auch konkrete pädagogische Strategien. (übersetzt mit deepl)
Titel der Veranstaltung
The Curriculum in Context
Veranstalter*in
Ort
Adresse
- Vilnius, VI, Litauen
- Litauen