Toys – Über weibliche sexuelle Emanzipation
Autor*in
Ort, Datum
Universität für angewandte Kunst in Wien, Wien, Österreich, 2026
Schlagwörter
Frauengeschichte, Kulturgeschichte, Kulturwissenschaft, Medizingeschichte, Produktdesign, Sexualität, Technikgeschichte, Wissenschaftsgeschichte
Abstract
Diese Bachelorarbeit untersucht die historische, kulturelle und technische Transformation des Vibrators von einem medizinischen Heilgerät hin zu einem Symbol weiblicher sexueller Selbstbestimmung. Ausgangspunkt ist die jahrhundertelange Pathologisierung weiblicher Masturbation, die durch moralische, medizinische und gesellschaftliche Diskurse geprägt war. Anhand von Literaturrecherche, Interviews mit Expertinnen und Händlerinnen sowie Reflexionen aus einem künstlerischen Forschungstagebuch wird der Vibrator an der Schnittstelle von Technik, Konsumkultur, feministische Bewegungen und gesellschaftlicher Normierung analysiert. Die Arbeit zeigt, dass feministische Aktivistinnen der 1970er-Jahre entscheidend dazu beitrugen, den Vibrator als Werkzeug der Emanzipation und Selbstbestimmung sichtbar zu machen, während die kommerzielle Entwicklung das Gerät zugleich in globale Märkte und Lifestyle-Diskurse integrierte. Dennoch bleibt die Branche von Tabus, Intransparenz und gesundheitlichen Fragen geprägt. Der Vibrator fungiert nicht nur als sexuelles Objekt, sondern auch als kulturelles Symbol, das unterschiedliche Generationen, soziale Normen und technische Innovationen reflektiert. Die Analyse verdeutlicht, wie weibliche Lust, materielles Design und gesellschaftliche Machtverhältnisse untrennbar miteinander verwoben sind und eröffnet Perspektiven auf zukünftige Diskussionen zu Sexualität, Technik und Empowerment.
Sprache, Format, Material, Ausgabe/Auflage
Deutsch
Aktivitätenlisten
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- Florian Bettel - Betreuung (akadem. Abschlussarbeit)
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