the handydandy

Performance

Künstler*innen

Nicolaj Kirisits , Savičić, Gordan , Bernhard Bauch , Gross, Lucas , Florian Waldner , Julia Staudach

Datum

  • 01. Januar 2005–01. August 2007

Schlagwörter

Bluetooth Rock 'n' Roll

Text

Das Projekt The Handydandy entstand im Seminar Speakers. The handydandy spielten vor der Ära des Smartphone mit den ersten Bluetooth fähigen Mobiltelefonen europaweit verschiedene Konzerte. z.b. nime festival 06 / ircam / Paris , steim / Amsterdam, Caberet voltaire / Zürich, Takewayfestival / London und diverse Location In Wien und Umgebung. Mit “HD kills the pop song” entwickelt die österreichisch/kalifornische Formation “the handydandy” gemeinsam mit HD-MathLabs Nickelsdorf den alle denkbaren-Möglichkeiten-produzierenden Algorithmus für das kompositorische Problem “song”, dessen Länge einer Studie über die maximale Aufnahmekapazität des Corpus mamillare folgend, durchgeführt am HD-SocialLabs Basel, 3min25sec bei Menschen beträgt. Das dabei enstehende HD-Songbook sprengt alle bis jetzt vorhandenen Vorstellungen über die Grösse eines künstlerischen Ouvre (bei einer Abtastrate von 44,1 kHz und einer Auflösung von 8 bit)*. Stücke wie “Love me do” (Beatles), längst verschollen geglaubte Lieder der Mbuti aus dem Kongobecken sowie die nie gehörten Gesänge der Sirenen sind ebenso enthalten, wie auch alle zukünftigen, jemals komponierten Musiken. Das Projekt ist auf mehrere Googol**-Jahre angelegt und besteht aus zwei Teilen; einem nichtlinearem Output von Songs, dessen Rechte zum Verkauf angeboten werden und einer linearen Maschine, die das HD-Songbook in einer einmaligen Aufführung innerhalb von Jahrtausenden wiedergibt. Durch die Einnahmen der Tantiemen aller zukünftig im Radio gespielten Songs finanziert sich, die gemeinsam mit Umweltexperten entwickelte Energieversorgung des linearen Systems, um das Problem der räumlichen Ausdehnung der Sonne (roter Riese) in bezug auf die lange Projektdauer in den Griff zu bekommen. Mit dem HD-Songbook wird somit die Landkarte des Hörens freigelegt und die Eroberung der akusmatischen Geographie eingeläutet. Die einzige Frage, die noch bleibt: “Wie klingt das danach?” *zum allgemeinen Verständnis: Würde man das HD-Songbook auf herkömmliche DVDs brennen, so würden die übereinandergestapelten DVDs ca. bis zum Mond reichen. ** 1 Googol = 10 hoch 100

Mediendateien

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Veröffentlicht Von: Nicolaj Kirisits | Universität für Angewandte Kunst Wien | Veröffentlicht Am: 28. Juli 2022, 07:52 | Geändert Am: 24. November 2022, 09:11