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In Cordulas Auftrag reist Sebastian nach Stuttgart, um ein investigatives Interview mit seinen Eltern zu führen: Woraus sind Kinder eigentlich gemacht? Sind sie Metaphern oder Symptome – und wenn ja, wofür? Seine Mutter war Ärztin für Psychosomatik, sein Vater Professor für Literatur. Mit ihrer gemeinsamen Expertise sollen sie grundlegende Aspekte des Eltern-Kind-Verhältnisses beleuchten; die Wirkmacht von Wünschen, Enttäuschungen und Erwartungen auf die Leibesfrucht. Allmählich rückt der neuralgische Punkt in den Blick: Sebastians Entstehung im Frühjahr 1971. Ein ersehnter Sohn. Durchkreuzte berufliche Pläne. Ohrenschmerzen. Zu guter Letzt öffnet der Gallenstein den Horizont. Die drei treten auf den Balkon. Über der Mondsichel leuchtet die Venus auf.