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Wien genießt den Ruf, die Stadt mit der höchsten Lebensqualität zu sein – aber „Who cares“? Wer kümmert sich darum, dass diese hohe Lebensqualität für alle Bevölkerungsgruppen spürbar wird – in den öffentlichen Freiräumen, im Wohnumfeld und in der sozialen Infrastruktur? In einer Zeit, in der wir mit multiplen Krisen konfrontiert sind und unsere Bevölkerung immer weiter wächst, älter und diverser wird, stehen Städte vor der Herausforderung sich so zu weiterzuentwickeln, dass niemand zurückgelassen wird. Die Stadtteilplanung steht in diesem Entwicklungsprozess in der Verantwortung ihren Beitrag zu einer Caring City zu leisten, die allen gerecht wird, und auf Planungsebene dementsprechende Lösungen zu entwickeln. Wie können wir Stadtteile so gestalten, dass sie soziale Interaktionen fördern und das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum stärken? Welche Anpassungen sind notwendig, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und unsere Stadt auch in heißen Sommermonaten für vulnerable Gruppen attraktiv nutzbar zu machen? Was können wir aus bisherigen Erfahrungen im Städtebau lernen, um Neubauten zukunftsfähig und alltagstauglich zu gestalten? Und wie gehen wir mit dem Bestand um?