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Waldviertler Mud-Dye – Malen mit Schlamm (2021) Künstlerische Forschung in den Waldviertler Hochmooren Die Technik des Färbens und Malens mit Mineralschlamm wird in Mali als „bogolan“ bezeichnet, was in der Sprache der Bamanan „aus Schlamm gemacht“ oder auch „Resultat der Erde“ bedeutet. Das Zusammenspiel von eisenreichem Schlamm und pflanzlichem Tannin hat aber auch in Europa Tradition, in den ehemaligen „muza“, den Färbergruben, in denen Wasser, Moorerde, Eichenrinden, frische Nussschalen und Erlenkätzchen miteinander vermischt wurden, um Leinengewänder schwarz zu färben. In dieser Lehrveranstaltung ging es darum, gemeinsam in den Waldviertler Hochmooren nach eisenhaltigem Schlamm zu suchen, diesen in experimentellen Prozessen zu testen und durch die künstlerische Fokussierung auf diese alten Textiltechniken neue Interpretations- und Transformationswege sowie neue Formen nachhaltiger Entwicklung zu erkunden.



