PHAIDRA Community Call

  • Showcase: University of Applied Arts Vienna (The Angewandte)
Live-Präsentation

Datum

  • 06. August 2026 16:00–17:00 Online

Schlagwörter

Informationssysteme, Datenbanksysteme, Research Data Management, FAIR Principles, CARE Principles, Open Art, Open Access

Text

Vorstellung: Universität für angewandte Kunst Wien (Die Angewandte) Veronika Kocher stellte die an der Angewandten eingesetzte entkoppelte Systemarchitektur vor: Entkoppelte Architektur: Anstatt ein einziges monolithisches Repository zu verwenden, verteilt die Universität die Arbeitsabläufe auf vier benutzerorientierte Frontends, die mit PHAIDRA als stabiler, dauerhafter Backend-Ebene für die Langzeitarchivierung verbunden sind: Portfolio: Ein privater Arbeitsbereich, in dem Forscher*innen und Künstler*innen kreative Entwürfe dokumentieren, organisieren und speichern. Er verfügt über dynamische Metadatenformulare, die sich je nach ausgewähltem Eintragstyp (z. B. Performances, Ausstellungen, Theaterstücke, Filmreihen) ändern. Autoritätskontrollen (GND und interne Datenbanken) sind integriert, um saubere Künstlermetadaten zu gewährleisten. Showroom: Ein kuratiertes öffentliches Präsentationsprofil, das aus von Nutzer*innen ausgewählten Portfolio-Einträgen zusammengestellt wird. Dadurch wird die unmittelbare Sichtbarkeit vom permanenten Archivierungsprozess getrennt. Nutzer können ihre Profile individuell anpassen, beispielsweise indem sie Ausstellungslisten gegenüber Publikationen priorisieren. IMAGE: Eine offene Bilddatenbank zur Kunstvermittlung mit hochauflösenden, qualitätsgesicherten Metadaten. Sie unterstützt starkes Zoomen, Schnellpräsentationsalben und den Export als Diashow (als PDF oder PowerPoint) mit automatisch formatierten Bildunterschriften. Ein maßgeschneidertes Kommentarsystem wird verwendet, um Metadaten-Kontext zu historisch kritischen oder diskriminierenden Begriffen in Sammlungen bereitzustellen. Recherche: Ein öffentliches Suchportal, das institutionelle Nachlässe und Sammlungen anzeigt (z. B. Peter-Weibel-Nachlass, Biennale-Archiv Österreich). Es verknüpft über 80.000 Künstler und Sammlungen mit Autoritätsstandards (Getty AAT, GND, European Art Net) und speist Daten in kulturelle Netzwerke wie Kulturpool und EOSC ein. Datensouveränität & Metriken: Das System legt den Schwerpunkt auf eine vom Künstler kontrollierte Lizenzierung und Datensouveränität. Die Universität hat Wettbewerbsmetriken (wie Zitiermetriken oder Publikationszahlen) ausdrücklich aus ihren Systemen ausgeschlossen und darauf hingewiesen, dass solche Metriken den künstlerischen Output oder die Qualität nicht genau widerspiegeln und einen kontraproduktiven Wettbewerb in der Kunstforschung hervorrufen.

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Veröffentlicht Von: Veronika Kocher | Universität für Angewandte Kunst Wien | Veröffentlicht Am: 24. August 2026, 10:04 | Geändert Am: 24. August 2026, 10:10