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Die Dissertation von Rosa John konzentriert sich auf ein einziges Objekt, die seit 1935 auf dem Markt
befindliche und heute nur noch antiquarisch erhältliche Bolex H-16-Kamera, sowie auf den mit diesem Objekt verbundenen subjektiven Akt des Filmens. In historischer Sicht kam diese Kamera unter anderem bei Expeditions-, Lehr-, Dokumentar- und Amateurfilmen, vor allem aber im Bereich des Avantgardefilms, zum Einsatz. Da sie selbst in der Gegenwart - primär im künstlerischen Bereich -
Verwendung finde, geht die Thematik der vorliegenden Dissertation prinzipiell über eine rein
medienhistorische Perspektive hinaus. Dennoch liegt der Schwerpunkt auf drei Filmemacher innen
des New American Cinema: Maya Deren, Jonas Mekas und Robert Beavers, deren ganz
unterschiedliche künstlerische Praktiken Referenzen für den Einsatz der Bolex H-16 liefern.