25 Lehrveranstaltungen
„Controlling what you couldn’t control." Utopien denken und theoretisieren

Andreas Gehrlach

Fredric Jameson soll einmal gesagt haben: “it's easier to imagine the end of the world than the end of capitalism”. Das hat in den 90’er Jahren vielleicht gestimmt – heute stimmt es nicht mehr. Das sieht man besonders gut am literarischen Genre der Utopie, das heute blüht wie selten zuvor. Nicht nur erscheinen dauernd neue Utopien, sondern auch utopische Denker:innen… 2026S, wissenschaftliches Seminar, 4.0 ECTS

Affekte und Äxte. Gewalt und Wut in Comics

Marina Rauchenbacher

„No! No!“, schreit die Figur im Vordergrund, jene im Hintergrund hält eine Axt in der Hand und droht: „Now you die!!“ Im nächsten Panel sehen wir nur mehr eine Mondsichel, eine Häuserkulisse und den Ausruf „EEYAA!!“ Der Comictheoretiker Scott McCloud spricht hier vom „special crime“ der Leser*innen (1994, 68). Dass die erste Person durch die zweite verletzt oder gar getötet… 2025W, wissenschaftliches Seminar, 4.0 ECTS

Critical AI Literacy: Technikkompetenz im Umgang mit intelligenten Maschinen

Ramón Reichert

In einer Phase beschleunigter Innovation – insbesondere in den Bereichen maschinelles Lernen und künstliche neuronale Netze – hat sich die gesellschaftliche Reichweite KI-gestützter Technologien stark erweitert, was weitreichende Folgen für die soziale Organisation, Wissensregime und globale Wirtschaftsstrukturen mit sich bringt. Zu diesen Folgen gehören: (1) die Neugestaltung von Machtdynamiken, da KI-Systeme Entscheidungsprozesse vermitteln, die zuvor von menschlichem Urteilsvermögen bestimmt wurden;… 2025W, wissenschaftliches Seminar, 4.0 ECTS

Cultural Identity and Diaspora: Performance and Aesthetics

Elena Shapira

Das Seminar „Kulturelle Identität und Diaspora” basiert auf wissenschaftlichen Diskussionen über Emigration, marginalisierte Gruppen sowie Prozesse kultureller Integration. Es untersucht die vielfältigen Beziehungen, die emigrierte Künstler:innen und Designer:innen in ihren Herkunfts- und neuen Heimatländern aufgebaut haben. Ziel ist es, ein qualitatives Verständnis für die Erfahrungen von Emigrant:innen und Exilant:innen in Aufnahmegemeinschaften zu entwickeln. Dabei soll auch die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen… 2026S, wissenschaftliches Seminar, 4.0 ECTS

Einführung in das kulturwissenschaftliche Arbeiten

Simon Huber

Topographien des Lesens Unsere Praktiken der Lektüre sind nicht denkbar ohne einer grundlegenden Hand-Auge Koordination. Im Fall des Buches entschlüsseln Lesende Text nicht Wort für Wortsinn, sondern führen ihn sich selbst Seite für Seite vor. Abseits kognitiver Dechiffrierung von Schrift, zielt die Topographie des Lesens darauf ab, jenes Terrain visueller Kultur zu kartieren, in welchem Wissen zur selbsttätigen Aneignung bereit… 2025W, Proseminar, 3.0 ECTS

Garden Times: Raum, Zeit und Gemeinschaft

Ivana Miloš

Der Garten ist vieles zugleich: allgegenwärtiges Phänomen und Praxis, ereignisreiches Konzept und physischer Ort der Begegnung mit dem Andersartigen und gleichzeitig Verbündeten. Als emblematischer, metaphorischer, mehrdeutiger und absolut konkreter Ort versammelt der Garten vielfältige Aspekte der more-than-human Welten in sich. In einer intimen Interaktion mit Boden, Wasser, Pflanzen, Tieren, Wetter und Jahreszeiten treffen im Garten Praxis und Theorie in einer… 2026S, wissenschaftliches Seminar, 4.0 ECTS

Gendered Genres

Isabel Kranz

Die Hockeyserie Heated Rivalry, die Romane von Sarah J. Maas und das performative reading meme zeigen, wie eng Gender und Genre zusammenhängen: Wer welche Kunstformen in welcher Weise rezipiert, von ihnen adressiert wird und wer sie selbst produzieren darf, unterliegt vielfach gegenderten Vorannahmen und Zuschreibungen. In diesem Seminar setzen wir uns anhand von aktuellen und historischen Beispielen damit auseinander, wie… 2026S, wissenschaftliches Seminar, 4.0 ECTS

Homo Ludens – Geschichte und Gegenwart des Spiels

Korinna Lindinger

Wie konstituieren Spielende Spiel? Was Spieler:innen unter Spiel verstehen, kann auch davon abhängen, wer und welches Spiel gemeint ist. Dieses Seminar hat zum Ziel unterschiedliche Perspektiven auf Praktiken des Spiels zu erforschen. Dabei geht es auch um nicht-spielerische Praktiken, die zu bzw. zum Spielen gehören. Bitte lesen Sie die englische Beschreibung, die der Kurs in Englisch abgehalten wird.  2025W, wissenschaftliches Seminar, 4.0 ECTS

Homo Ludens – Past and Present of Game and Play

Florian Bettel

In the summer semester of 2026, we will focus on gravity. In the joint discussion, in the context of excursions, workshops and guest lectures, and through the individual research of the participants, we investigate in the seminar – the state of dizziness and disorder caused by a playful approach to the world, which Roger Caillois describes as ilinx (vertigo), triggered,… 2026S, wissenschaftliches Seminar, 2.0 ECTS

Homo Ludens – Past and Present of Game and Play

Thomas Brandstetter

After the Game This semester, we will discuss what happens after the game. Is a game over when it ends? And when does it end, anyway? Our starting point will be the thesis that the play experience is a phenomenon of afterwardsness (Nachträglichkeit). We will investigate the different expression this idea finds in gaming culture and discuss questions such as:… 2025W/2026S, Konversatorium, 8.0 ECTS

Homo Ludens – Past and Present of Game and Play

Liddy Scheffknecht

In the summer semester of 2026, we will focus on gravity. In the joint discussion, in the context of excursions, workshops and guest lectures, and through the individual research of the participants, we investigate in the seminar – the state of dizziness and disorder caused by a playful approach to the world, which Roger Caillois describes as ilinx (vertigo), triggered,… 2026S, wissenschaftliches Seminar, 2.0 ECTS

Kann die Pflanze denken?

Isabel Kranz

Pflanzen gelten gemeinhin als passiv: Sie können sich nicht eigenständig von einem Ort zum anderen bewegen und sich nicht durch Laute mitteilen. Oftmals werden sie daher lediglich als grüner Hintergrund wahrgenommen. Doch dieses Verständnis von Pflanzen hat sich seit den frühen 2000er Jahren gewandelt. Zunächst in der Biologie und dann zunehmend in Literatur und Kunst wird seither erforscht, wozu Pflanzen… 2026S, Vorlesungen, 2.0 ECTS

Kolloquium für Master- und Doktoratsstudierende

Isabel Kranz

Ziel des Kolloquiums ist es, sich gemeinsam intensiv dem wissenschaftlichen Schreiben in seinen unterschiedlichen Stufen und Ausprägungen von der Themen- und Thesenfindung über die Recherche bis hin zum konkreten Strukturieren und Formulieren von wissenschaftlichen Texten zu widmen. Das Kolloquium bietet somit neben der Diskussion von methodischen Fragen pragmatische Unterstützung bei den jeweiligen Abschlussarbeiten. Zentrale Voraussetzung ist daher die Bereitschaft, sowohl… 2025W/2026S, Kolloquium, 4.0 ECTS

Oft gehört und nie gelesen: Grundlagentexte der Kulturwissenschaft

Isabel Kranz

Donna Haraways Staying with the Trouble: Making Kin in the Chthulucene von 2016 ist schon jetzt ein Klassiker der Kulturwissenschaften. In dieser Studie, die von Wissenschaft, Kunst und Literatur breit rezipiert wird, stellt Haraway ihre Thesen zum Zusammenleben von Menschen und more than human-Lebewesen auf der Erde vor und diskutiert neue Formen von Verbundenheit (z.B. kinship anstelle von biologischer Abstammung).… 2025W/2026S, Konversatorium, 2.0 ECTS

PGS Herbarium: Pflanzen, Wissen, Erzählen

Isabel Kranz

Wir sind umgeben von Pflanzen. Sie begegnen uns in Innen- und Außenräumen, in privaten Gärten, öffentlichen Parks und auf Balkonen, geordnet in Feldern, Beeten und Trögen oder wild wachsend aus Asphaltritzen und entlang von Zuggleisen. Wissen über sie kann daher an den unterschiedlichsten Orten gewonnen werden. Während für die Heilkunde der Antike und des Mittelalters lebendige Pflanzen als Anschauungsmaterial ausschlaggebend… 2025W, Projektgebundenes Seminar, 5.0 ECTS

PGS Herbarium: Pflanzen, Wissen, Erzählen

Liddy Scheffknecht

Wir sind umgeben von Pflanzen. Sie begegnen uns in Innen- und Außenräumen, in privaten Gärten, öffentlichen Parks und auf Balkonen, geordnet in Feldern, Beeten und Trögen oder wild wachsend aus Asphaltritzen und entlang von Zuggleisen. Wissen über sie kann daher an den unterschiedlichsten Orten gewonnen werden. Während für die Heilkunde der Antike und des Mittelalters lebendige Pflanzen als Anschauungsmaterial ausschlaggebend… 2025W, Projektgebundenes Seminar, 5.0 ECTS

Positionen der Kulturwissenschaften

Isabel Kranz

Die Themen, Methoden und Theorien der Kulturwissenschaft sind ebenso vielfältig wie ihre Materialien. Die Abteilung Kulturwissenschaften an der Angewandten vertritt daher einen breiten Kulturbegriff, der gesellschaftliche Praxen, symbolische Formen und historische Archive untersucht. Im Mittelpunkt steht dabei stets die Beschäftigung mit konkreten Materialien (wie Texten, Bildern, Räumen).In dieser Ringvorlesung stellen Mitarbeiter_innen, Projektmitarbeiter_innen und Lehrende der Abteilung und ausgewählte Gastvortragende ihre… 2025W, Ringvorlesung, 2.0 ECTS

Privatissimum für Dissertant*innen

Ramón Reichert

Das Kolloquium dient dazu, im ersten Jahr des PhD-Studiums einen klaren Orientierungspunkt zu bieten, Orientierung und Anleitung für die nächsten Phasen des Projekts zu geben, sowie die Entwicklung des Forschungsvorhabens zu einem tragfähigen, realistischenund transdisziplinären Dissertationsprojekt zu unterstützen. Es besteht aus drei klar voneinander abgegrenzten Phasen: Vorbereitung:Die Kandidat*innen bereiten ihre mündliche Präsentation vor. Zusätzlich ist ein kurzes schriftliches Exposé als… 2025W/2026S, Privatissimum, 4.0 ECTS

Privatissimum für Dissertant*innen

Elena Shapira

Betreutes wissenschaftliches Arbeiten mit individuellen Schwerpunkten. Vorbesprechung und weitere Termine nach Vereinbarung. 2025W/2026S, Privatissimum, 4.0 ECTS

Privatissimum für Dissertant*innen

Ernst Strouhal

Nur nach persönlicher Anmeldung via mail. 2025W/2026S, Privatissimum, 4.0 ECTS

Privatissimum für Dissertant*innen

Manfred Wagner

In der Lehrveranstaltung wird versucht, die einzelnen Themen der Dissertanten gemeinsam auf die methodische Zuverlässigkeit zu überprüfen sowie neue Erkenntnisse vorzustellen und kritisch zu hinterfragen. 2025W/2026S, Privatissimum, 4.0 ECTS

Storytelling als Praxis

Tanja Paar

„Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich kürzer geschrieben“, schreibt Goethe. Die Kunst des Storytelling beinhaltet kluge Erzählökonomie- Perspektive- und Erzählzeit. Dieses Seminar ist eine Handreichung an Tools oder Werkzeugen, die wissenschaftliches ebenso wie privates oder kreatives Schreiben leichter machen. Die vermeintliche Opposition zwischen „richtigem“ oder „falschen“ Schreiben löst sich auf in einer erfrischenden Synthese: Ich bin das Subjekt der… 2025W, wissenschaftliches Seminar, 4.0 ECTS

Technische Utopien. Erzählungen aus der Geschichte des Fortschritts

Florian Bettel

Im Sommersemester vertiefen wir unsere Auseinandersetzung mit der Schwerkraft. Die Technikgeschichte weiß von unzähligen Anstrengungen zu berichten, die Gravitation zu überwinden, sie auszutricksen, ihr zu entkommen oder sie für eine Vielzahl von Bewegungsarten produktiv zu machen. Wenngleich Wissenschaftler:innen und Ingenieur:innen in der Architektur, der Statik, der Mechanik oder der Weltraumtechnik Modelle entwickelten, die Schwerkraft berechenbar zu machen, bleibt sie in… 2025W/2026S, wissenschaftliches Seminar, 4.0 ECTS

Transkulturelle Psychoanalyse: Ursprünge, Problemfelder, Perspektiven

Julia Boog-Kaminski

Um 1900 entstanden zwei Wissenschaften, die herausfinden wollten, was den Menschen ausmacht. Während sich die Ethnologie der Vielfalt kultureller Erscheinungsformen widmete, versuchte die Psychoanalyse, grundlegende Funktionsweisen der Seele zu ergründen. Oft standen diese Wissenschaften im Widerspruch zueinander: Die eine legte den Fokus auf Unterschiede, während die andere vor allem mit Ähnlichkeiten argumentierte. Dennoch entstand mit Sigmund Freuds Werk Totem und… 2025W, Proseminar, 1.5 ECTS

Transkulturelle Psychoanalyse: Ursprünge, Problemfelder, Perspektiven

Alexander Draxl

Um 1900 entstanden zwei Wissenschaften, die herausfinden wollten, was den Menschen ausmacht. Während sich die Ethnologie der Vielfalt kultureller Erscheinungsformen widmete, versuchte die Psychoanalyse, grundlegende Funktionsweisen der Seele zu ergründen. Oft standen diese Wissenschaften im Widerspruch zueinander: Die eine legte den Fokus auf Unterschiede, während die andere vor allem mit Ähnlichkeiten argumentierte. Dennoch entstand mit Sigmund Freuds Werk Totem und… 2025W, Proseminar, 1.5 ECTS