Kooperationsprojekt 1

Christine Grimm
Institut für Sprachkunst , Institut für Sprachkunst
2026W, Projektarbeit (PA), 5.0 ECTS, 2.0 SemStd., LV-Nr. S80136

Beschreibung

Audio Storytelling 1/2 – Hören und Schreiben
Historie, Dramaturgie und Kriterien der Audioanalyse

Dieses zweisemestrige Modul widmet sich dem Erzählen im Medium Audio – von den historischen Anfängen des Radios und der klassischen Hörspiel-Dramaturgie bis hin zu gegenwärtigen Podcast-Formaten und neuen Audioformen. Wir begreifen das auditive Erzählen als ein historisch gewachsenes Kontinuum, dessen handwerkliche und theoretische Tiefe die Grundlage für aktuelle Formate bildet.

Im ersten Teil des aufeinander aufbauenden Seminars schaffen wir das Fundament, um über Audio-Produktionen sprech- und urteilsfähig zu werden. Wir entwickeln gemeinsam ein kriteriengeleitetes Vokabular zur Analyse auditiver Erzählformen und untersuchen gegenwärtige ästhetische Tendenzen im deutschsprachigen Raum. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schreiben für die Stimme: Wie unterscheidet sich der Hörtext von schriftsprachlichen Logiken, und wie verändern Atem, Stimme und das Ohr die Textgestaltung?

Die Veranstaltung versteht sich als offener Denkraum, der historische Einordnung, gemeinsame Hör-Analysen und die spezifischen Interessen der Studierenden miteinander verbindet.

Prüfungsmodalitäten

Verfassung eines benoteten dramaturgischen Gutachtens (Lektorat) zu einer bestehenden Audioproduktion am Ende des Semesters sowie aktive Mitarbeit.

Anmerkungen

Infos zum zweiten Modul im Sommersemester 2027:

Audio Storytelling 2/2 - Schreiben und Sprechen
Inszenierung, Ästhetik und Realisierung

Im zweiten Modul verlagern wir den Schwerpunkt von der Analyse zum eigenen Entwurf. Im Mittelpunkt steht das szenische Denken in Tonspuren: Wer für das Ohr schreibt, inszeniert immer auch im Kopf. Wir erproben anhand unterschiedlicher praktischer Übungen, wie technisches und dramaturgisches Know-how über Sounds, Räume, Atmosphären und Aufnahme von Anfang an direkt in den Schreibprozess integriert werden können.

Wir arbeiten intensiv mit den konkreten Materialien des auditiven Erzählens und untersuchen die ästhetischen Möglichkeiten von O-Tönen und vorgefundenem Material. Der Fokus liegt dabei auf der intensiven Arbeit am eigenen Text, dem Austesten von grundlegenden Aufnahmetechniken und Fragen der Sprechregie: Wie führe ich Stimmen im Raum, wie erzeuge ich Dichte? Das Seminar versteht sich als Werkstatt, die den gesamten Prozess von der ersten Textskizze über die auditive Umsetzung bis zum fertigen Audiostück eng begleitet.

Prüfungsmodalität: Entwicklung, Produktion und Abgabe eines eigenen Kurzhörspiels oder narrativen Audio-Formats (Länge: ca. 10 Minuten) am Ende des Semesters sowie aktive Mitarbeit.

Schlagwörter

Audio, Podcast, Storytelling, Dramaturgie, Mediengeschichte, Auditives Erzählen, Hörspiel, Radiokunst

Termine

Fr., 20. November 2026, 11:00–15:00 Seminarraum 9
Sa., 21. November 2026, 11:00–15:00 Seminarraum 9
Fr., 11. Dezember 2026, 11:00–15:00 Seminarraum 8
Sa., 12. Dezember 2026, 11:00–15:00 Seminarraum 9
Fr., 08. Jänner 2027, 11:00–15:00 Seminarraum 9
Sa., 09. Jänner 2027, 11:00–15:00 Seminarraum 9

LV-Anmeldung

Von 31. August 2026, 09:00 bis 30. September 2026, 09:01
Per Online Anmeldung

Sprachkunst (Master): Kooperationsprojekt: Kooperationsprojekt 1,2 570/005.01

Mitbelegung: möglich

Besuch einzelner Lehrveranstaltungen: möglich