Edging Aesthetics: Intensität und Aufschub ästhetischer Erfahrung

Christian Liclair
Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, Kunsttheorie
2026W, wissenschaftliches Seminar (SEW), 4.0 ECTS, 2.0 SemStd., LV-Nr. S51495

Gender/diversitäts/queerspezifisch

Beschreibung

Edging bezeichnet im gegenwärtigen sexuellen Sprachgebrauch eine Praxis, bei der der Höhepunkt bewusst hinausgezögert wird: Erregung wird gesteigert, orgasmische Befriedigung aufgeschoben und die Intensität möglichst lange in einem Zustand zwischen Lust und Frustration gehalten. Dieses Seminar nimmt das Konzept edging als Ausgangspunkt für eine weiter gefasste Frage nach ästhetischer Erfahrung: Was geschieht, wenn Kunst uns nicht zu einem eindeutigen Ergebnis, einer abgeschlossenen Bedeutung oder einer befriedigenden Auflösung führt, sondern Wahrnehmung intensiviert und uns in einem Zustand des Dazwischen hält? Was heißt es, vor einem Kunstwerk zwischen Anziehung und Frustration, Lust und Unlust, Kontrolle und Überforderung zu verweilen?

Eine zentrale Frage des Seminars betrifft die in der modernen ästhetischen Theorie immer wieder vorgenommene Unterscheidung zwischen körperlicher und ästhetischer Erfahrung. Besonders einflussreich war und ist Immanuel Kants Vorstellung eines „interesselosen Wohlgefallens“: Das Wohlgefallen am Schönen unterscheidet sich für ihn von den sinnlichen Freuden des Essens, Trinkens oder sexuellen Genusses, weil es nicht unmittelbar an körperliche Bedürfnisbefriedigung gebunden ist. Neuere queer-theoretische und psychoanalytische Arbeiten verkomplizieren jedoch bereits die Vorstellung körperlicher Lust, die einer solchen Trennung zugrunde liegt. Tim Dean und Avgi Saketopoulou beschreiben bspw. den Sexualtrieb als eine Bewegung, die nicht einfach auf Befriedigung zielt, sondern Erregung durch Wiederholung und Aufschub weiter steigert. Diese Intensivierung lässt sich allerdings nicht unbegrenzt aufrechterhalten: Sie mündet schließlich in ihrer Kulmination, in Erschöpfung oder Überwältigung. Hier setzt das Seminar mit einer unkeuschen Überlegung an: Kann Kunst aufrechterhalten, was körperliche Lust sucht, aber nicht durchhält. Kunstwerke könnten gerade jener fortgesetzten Offenheit eine Form geben, die sich körperlicher Lust immer wieder entzieht, insofern ästhetische Lust niemals vollständig in einer Bedeutung, Wahrnehmung oder Projektion aufgehen.

Diese Trennung von körperlicher und ästhetischer Erfahrung ist allerdings auch kunsthistorisch und -theoretisch keineswegs stabil. Niederländische und flämische Stillleben des 17. Jahrhunderts stellen Speisen, Getränke und andere sinnlich anziehende Dinge dar, die Appetit hervorrufen können, dem betrachtenden Körper aber zugleich unzugänglich bleiben. Im 18. Jahrhundert verschiebt sich das Problem auf Debatten um volupté: einem umstrittenen Begriff, in dem körperliche Empfindung, verfeinerter Genuss, Glück, Selbstbeherrschung und moralische Gefahr aufeinandertreffen. Rokokomalerei vermag diese volupté über malerische Oberfläche, Bewegung, Berührung und erotisierte Betrachterpositionen als eine anhaltende körperliche Empfänglichkeit vermitteln, die weder in unmittelbarer Gratifikation noch in moralischer Beherrschung aufgeht. Im 19. Jahrhundert verändern erotische Fotografie, Stereoskopie, Peephole-Apparate und Phenakistiskope die Bedingungen des Sehens selbst. Nähe, Wiederholung, intermittierende Sichtbarkeit und sequenzielle Enthüllung takten das Begehren technisch und machen den Blick spürbar zu einer körperlich sowie medial organisierten Praxis. Das zeitgenössische Problem der Obszönität betraf dabei nicht nur das, was gezeigt wird, sondern auch den Moment, in dem die Mechanik des Sehens selbst zu körperlich, zu nah oder zu wiederholbar erscheint, um noch problemlos als ästhetische Kontemplation zu gelten.

Für die Gegenwart verschiebt sich diese Frage nochmals. Unter Bedingungen, die Paul B. Preciado als pharmako-pornographisch beschrieben hat, werden Aufmerksamkeit, Erregung, Stimmung und körperliche Leistungsfähigkeit durch digitale, pharmakologische und ökonomische Infrastrukturen moduliert. Einige queer-feministische Künstler:innen untersuchen, wie körperliche Rezeptivität damit in Regime von Leistungsfähigkeit, Produktivität und Selbstoptimierung eingebunden wird – und was geschieht, wenn Aktivierung in Erschöpfung, Passivität oder Unvermögen umschlägt und sich nicht mehr reibungslos in neoliberale Optimierungslogiken integrieren lässt.

Das Seminar verfolgt diese Konstellationen vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart, ohne daraus eine lineare Geschichte der Lust zu entwickeln. Begriffe wie Appetit, das Reizende, Exzess, volupté, das Erhabene, Unlust, Trieb, Obszönität, Rausch und Überforderung dienen vielmehr dazu, historisch unterschiedliche Formen gesteigerter und zugleich suspendierter Erfahrung miteinander ins Gespräch zu bringen. Eine zentrale Frage wird dabei immer wiederkehren: Was unterscheidet ästhetische Erfahrung überhaupt von anderen intensiven Erfahrungen? Wenn Sex, Essen, Schmerz, Rausch oder Erschöpfung ebenfalls Wahrnehmung verändern und die Grenzen eines souveränen Subjekts irritieren können, worin besteht dann

Das Seminar ist als Lektüreseminar konzipiert und führt in ausgewählte Positionen der Ästhetik, Psychoanalyse sowie queer-feministischen Theorie ein, die mit Kunstwerken und visuellen Medien vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart in Beziehung gesetzt werden. Die Vorbereitung der Texte durch alle Teilnehmer*innen bildet die Grundlage der gemeinsamen Diskussion; einzelne Lektüren werden zusätzlich von Studierenden in kurzen Inputs vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Die intensive Arbeit an theoretischen Texten wird fortlaufend mit der gemeinsamen Analyse ausgewählter Kunstwerke verbunden.

1. Sitzung — Einführung: Edging Aesthetics

  • Einführung in Fragestellung, Begriffe und Ablauf des Seminars.
  • Vorstellung des Readers und der Arbeitsweise
  • Vergabe der studentischen Referate/Textarbeiten
  • kurze Einführung in die Frage: Was heißt es überhaupt, einen theoretischen Text zu lesen?

 2. Sitzung — You Kant Always Get What You Want:
Ästhetisches Wohlgefallen, Appetit und das Reizende

Die Sitzung untersucht die für die moderne Ästhetik grundlegende Trennung zwischen ästhetischem Wohlgefallen und körperlicher Bedürfnisbefriedigung. Ausgehend von Kants „interesselosem Wohlgefallen“ wenden wir uns Schopenhauers Begriff des Reizenden zu: Als problematische Beispiele nennt er ausdrücklich ein Stillleben, das Appetit hervorruft, und einen Akt, der sexuelles Verlangen weckt. Am Beispiel von Clara Peeters’ Mesa (1611) und weiteren niederländischen und flämischen Stillleben fragen wir, ob körperliches Wollen ästhetische Kontemplation tatsächlich unterbricht oder durch Aufschub gerade verlängert werden kann. Verkompliziert wird diese Opposition durch die Kunsttheorie des 17. Jahrhunderts, etwa bei Karel van Mander und Philips Angel, die die Fähigkeit der Malerei, Begehren zu wecken und Aufmerksamkeit zu binden, positiv bewerten. Joanna Woodalls Analyse des Stilllebens als körperlich und taktil adressierende Bildform bildet schließlich die kunsttheoretische Gegenposition zu Kant und Schopenhauer.

Lektüre:

Immanuel Kant, Critique of the Power of Judgment, ed. Paul Guyer, trans. Paul Guyer and Eric Matthews, Cambridge, MA: Harvard University Press, 2000. Auszüge

Arthur Schopenhauer, The World as Will and Representation, vol. 1, trans. E. F. Payne, New York: Dover, 1969, Auszüge.

Joanna Woodall, “Laying the Table: The Procedures of Still Life,” in The Erotics of Looking: Early Modern Netherlandish Art, ed. Angela Vanhaelen and Bronwen Wilson, Hoboken, NJ: John Wiley & Sons, 2013, 976–1003.

3. Sitzung — Nicht weniger ist mehr, mehr ist mehr
Volupté, Exzess und die Grenzen des guten Geschmacks

Die Sitzung untersucht, wann sinnliche Intensität als ästhetischer Genuss und wann als „zu viel“ erscheint. An Gemälden von François Boucher und Jean-Honoré Fragonard verfolgen wir die im 18. Jahrhundert kontrovers diskutierte Kategorie volupté, mit der in Frankreich körperliche Empfindung, Genuss und Glück ebenso verhandelt wurden wie der drohende Verlust von Selbstbeherrschung und Vernunft. Die malerische Materialität des Rokoko – Oberfläche, Berührung, Bewegung und ornamentale Überfülle – geriet dabei selbst unter den Verdacht von Frivolität, Weiblichkeit und schlechtem Geschmack. Mit Jillian Hernández verschieben wir diese Frage in die Gegenwart und untersuchen, wie Urteile über Exzess und „too muchness“ weiterhin durch race, gender und class strukturiert sind. Volupté wird dabei nicht mit zeitgenössischem Exzess gleichgesetzt, sondern dient als Ausgangspunkt für die Frage, wer sich ästhetisch und körperlich eigentlich erlauben darf, zu viel zu sein.

Lektüre:

Jennifer Milam, “Rococo Representations of Interspecies Sensuality and the Pursuit of Volupté,” The Art Bulletin 97, no. 2 (2015): 192–209.

Ewa Lajer-Burcharth, The Painter’s Touch: Boucher, Chardin, Fragonard. Princeton/Oxford: Princeton University Press, 2018, Auszug.

Jillian Hernández, Aesthetics of Excess: The Art and Politics of Black and Latina Embodiment. Durham, NC: Duke University Press, 2020, Auszug.

4. Sitzung — It Hurts So Good
Unlust und Überforderung

Die Sitzung untersucht die vermeintliche Gegenseite der Lust: Schmerz, Langeweile, Erschöpfung und Überforderung. Es soll danach gefragt werden, warum negativ empfundene Zustände nicht notwendig außerhalb ästhetischer Erfahrung liegen. Tim Dean verschiebt dieses Problem auf den Sexualtrieb und dessen Dynamik von Wiederholung und Intensivierung, während Beate Absalon Langeweile, Überdruss und sexuelle Ineffizienz als Gegenfiguren zum Gebot permanenter Steigerung untersucht. Sianne Ngais Begriff der stuplimity verbindet schließlich exzessive Erregung mit Abstumpfung und Ermüdung. An Arbeiten von Ron Athey, Andy Warhol und Ann Hamilton diskutieren wir unterschiedliche Formen, in denen Kunst Schmerz, Dauer, Langeweile und Überforderung organisiert, ohne sie notwendig in Befriedigung oder Auflösung zu überführen.

Lektüre:

Tim Dean, „Unbändige Leidenschaft / Unstoppable Fervor“, in: TEXTE ZUR KUNST, Nr. 132: Lust, 2023, S. 124–139.

Beate Absalon, „I Would Prefer Not To. Befreiung des unterdrückten Überdrusses am Sex / Liberating the Suppressed Aversion to Sex“, in: TEXTE ZUR KUNST, Nr. 132: Lust, 2023, S. 140–149. Sianne Ngai, „Stuplimity: Shock and Boredom in Twentieth-Century Aesthetics“, Postmodern Culture 10, Nr. 2 (January 2000)

5. Sitzung — Des milliers d’yeux avides
Zur Medialität der Erregung

Die Sitzung fragt danach, wie Medien nicht nur bestimmen, was, sondern auch wie und wie lange wir sehen. Ausgangspunkt ist Peter Gorsens Das Prinzip Obszön, das die traditionelle Trennung von ästhetischer Erfahrung und sexueller Erregung grundsätzlich infrage stellt. Im 19. Jahrhundert wird diese Frage zunehmend an technische Apparate gebunden: In seiner Kritik der Fotografie beschreibt Charles Baudelaire „Tausende gierige Augen“, die sich über die Öffnungen des Stereoskops beugen – ein Bild für eine Form des Sehens, in der Begehren, technische Vermittlung und körperliche Involvierung unmittelbar zusammenfallen. Rachel Teukolskys Analyse des Stereoskops erlaubt es, solche Apparate als Technologien einer verkörperten Wahrnehmung zu untersuchen. Neben erotischer Stereofotografie betrachten wir pornografische Phenakistiskope, darunter ein Giroux zugeschriebenes Beispiel, in denen Wiederholung, intermittierende Sichtbarkeit und mechanischer Loop Erregung nicht nur darstellen, sondern zeitlich organisieren. Mit Kevin John Bozelkas Analyse von edging als filmischer Struktur in den Filmen Jerry Douglas’ wenden wir diese Frage schließlich auf zeitgenössische Pornografie an: Schnitt, Rhythmus, Wiederholung, Instruktion und verzögerte Entladung organisieren nicht nur einzelne Bilder, sondern zunehmend ganze Medienumgebungen, in denen Aufmerksamkeit und Erregung verlängert werden. Edging erscheint damit nicht bloß als dargestellte Sexualpraktik, sondern als mediale Organisation von Dauer und Begehren. Ein kurzer Ausblick auf gegenwärtige Praktiken des gooning fragt abschließend, wie sich diese Logik unter Bedingungen potenziell endloser digitaler Pornografiekonsumtion weiter zuspitzt.

Literatur:

Peter Gorsen, Das Prinzip Obszön: Kunst, Pornographie und Gesellschaft. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1969, Auszug.

Rachel Teukolsky, “Picturesque: The Picturesque in the Stereoscope: Nature, Touch, Time.” In Picture World: Image, Aesthetics, and Victorian New Media, 284–347. Oxford: Oxford University Press, 2020.

Kevin John Bozelka, “Nothing for Nothing: Edging as Filmic Structure in the Films of Jerry Douglas.” Porn Studies 8, no. 2 (2021): 173–186.

6. Sitzung — Was weiß der Körper?
Ästhetische Erfahrung zwischen Affizierung und Erkenntnis

Die Sitzung rückt eine Grundfrage des Seminars ins Zentrum: Was macht ästhetische Erfahrung gegenüber anderen Formen intensiver Erfahrung spezifisch? Wenn auch Sex, Schmerz, Essen oder Rausch unsere Wahrnehmung verändern und uns der souveränen Kontrolle über uns selbst entziehen können, worin unterscheidet sich davon die Begegnung mit Kunst? Juliane Rebentisch dient als Ausgangspunkt, um ästhetische Erfahrung weder als bloß subjektives Gefühl noch als Eigenschaft eines autonomen Kunstobjekts zu verstehen, sondern als einen offenen Prozess zwischen Werk und Betrachter:in. Kathrin Buschs Theorie der Passivität verschiebt den Akzent auf die Fähigkeit, affiziert zu werden: Erfahrung setzt demnach nicht nur Aktivität, Urteil und Beherrschung, sondern auch Empfänglichkeit und ein Moment des Nicht-Verfügens voraus. Mit Amber Jamilla Musser fragen wir schließlich, welche Formen von Erkenntnis aus solchen verkörperten Erfahrungen entstehen können. An Berninis Ekstase der heiligen Theresa, Lyle Ashton Harris und weiteren von Musser diskutierten Arbeiten lässt sich untersuchen, ob sinnliche Intensität Wissen hervorbringen kann, gerade ohne vollständig in begrifflicher Eindeutigkeit aufzugehen.

 

Lektüre:

 

Juliane Rebentisch, “Autonomie? Autonomie! Ästhetische Erfahrung heute.” In Ästhetische Erfahrung: Gegenstände, Konzepte, Geschichtlichkeit, edited by Sonderforschungsbereich 626. Berlin, 2006.

Kathrin Busch, “Elemente einer Philosophie der Passivität.” In Theorien der Passivität, edited by Kathrin Busch and Helmut Draxler, 14–31. Munich: Wilhelm Fink, 2013.

Amber Jamilla Musser, “Compulsion or Excess? / Zwang oder Exzess?” Texte zur Kunst 33, no. 132 (2023).

 

  1. Sitzung — Bis nichts mehr geht

Körper zwischen Aktivierung, Rausch und Unvermögen

180 Minuten

Die Sitzung untersucht, wie Begehren, Aufmerksamkeit, Stimmung und körperliche Leistungsfähigkeit unter gegenwärtigen Bedingungen technisch, medial und pharmakologisch moduliert werden. Paul B. Preciados Begriff des pharmako-pornographischen Regimes dient als Ausgangspunkt für die Frage, wie Medikamente, Drogen und andere Technologien der Körpersteuerung Erregung und Rezeptivität nicht nur dämpfen, sondern erzeugen, verlängern und optimieren. An Jamie Crewes False Wife (2023) und Sidsel Meineche Hansens Seroquel® diskutieren wir die Ambivalenz solcher Zustände zwischen Rausch, gesteigerter Empfänglichkeit und gesellschaftlichen Anforderungen an Funktionsfähigkeit. Kathrin Buschs Begriff der aktivierenden Unfähigkeit und Brennan/Williams’ Überlegungen zu Exzess und Intoxikation eröffnen dabei die Frage, ob Passivität, Schwäche oder Kontrollverlust auch Möglichkeiten ästhetischer und epistemischer Erfahrung bereitstellen können, die sich dem Imperativ permanenter Optimierung entziehen. Abschließend kehren wir zur Ausgangsfrage des Seminars zurück: Kann edging Intensität anders organisieren: jenseits sowohl unmittelbarer Befriedigung als auch des Zwangs, immer weiterzumachen?

Lektüre:

Paul B. Preciado, “Pharmaco-pornographic Politics: Towards a New Gender Ecology.” Parallax 14, no. 1 (2008): 105–117.

Kathrin Busch, “Becoming Weak: Aesthetics of the Feeble Existence.” Texte zur Kunst 33, no. 130 (June 2023): 32–44.

Eugene Brennan and Russell Williams, “Introduction: Writing, Politics and the Experience of Excess.” In Literature and Intoxication: Writing, Politics and the Experience of Excess, edited by Eugene Brennan and Russell Williams, 1–24. London: Palgrave Macmillan, 2015.

 

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Weiterführende Literatur:

Absalon, Beate. “I Would Prefer Not To: Befreiung des unterdrückten Überdrusses am Sex.” Texte zur Kunst 33, no. 132 (2023): 140–49; Bantjes, Rod. “The Birth of Machine Sex: The Pornographic Phenakistiscope Disks of the 1840s.” In Proceedings of Artech 2021, 10th International Conference on Digital and Interactive Arts. New York: Association for Computing Machinery, 2021. Bozelka, Kevin John. “Nothing for Nothing: Edging as Filmic Structure in the Films of Jerry Douglas.” Porn Studies 8, no. 2 (2021): 173–86; Bryson, Norman. Looking at the Overlooked: Four Essays on Still Life Painting. Cambridge, MA: Harvard University Press, 1990; Burke, Edmund. A Philosophical Enquiry into the Origin of Our Ideas of the Sublime and Beautiful. Edited by Adam Phillips. Oxford: Oxford University Press, 1990; Busch, Kathrin. “Becoming Weak: Aesthetics of the Feeble Existence.” Texte zur Kunst 33, no. 130 (June 2023): 32–44; Crary, Jonathan. Suspensions of Perception: Attention, Spectacle, and Modern Culture. Cambridge, MA: MIT Press, 2000; Dean, Tim. “Unbändige Leidenschaft.” Texte zur Kunst 33, no. 132 (2023): 124–39; Dean, Tim, and Oliver Davis. Hatred of Sex. Lincoln: University of Nebraska Press, 2022; Gorsen, Peter. Das Prinzip Obszön: Kunst, Pornographie und Gesellschaft. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1969; Grubner, Bernadette, and Peter Wittemann, eds. Aufklärung und Exzess: Epistemologie und Ästhetik des Übermäßigen im 18. Jahrhundert. Berlin: De Gruyter, 2022; Hernández, Jillian. Aesthetics of Excess: The Art and Politics of Black and Latina Embodiment. Durham, NC: Duke University Press, 2020; Hyde, Melissa. Making Up the Rococo: François Boucher and His Critics. Los Angeles: Getty Research Institute, 2006; Kant, Immanuel. Critique of the Power of Judgment. Edited by Paul Guyer. Translated by Paul Guyer and Eric Matthews. Cambridge, MA: Harvard University Press, 2000; Lajer-Burcharth, Ewa. The Painter’s Touch: Boucher, Chardin, Fragonard. Princeton, NJ, and Oxford: Princeton University Press, 2018; Laplanche, Jean. Freud and the Sexual: Essays 2000–2006. Edited by John Fletcher. Translated by John Fletcher, Jonathan House, and Nicholas Ray. New York: Unconscious in Translation, 2011; Lyotard, Jean-François. Lessons on the Analytic of the Sublime. Translated by Elizabeth Rottenberg. Stanford, CA: Stanford University Press, 1994; Mercer, John. “Popperbate: Video Collage, Vernacular Creativity and the Scripting of the Gay Pornographic Body.” Porn Studies 4, no. 2 (2017): 242–56; Milam, Jennifer. “Rococo Representations of Interspecies Sensuality and the Pursuit of Volupté.” The Art Bulletin 97, no. 2 (2015): 192–209; Musser, Amber Jamilla. Sensual Excess: Queer Femininity and Brown Jouissance. New York: NYU Press, 2018; Ngai, Sianne. “Stuplimity: Shock and Boredom in Twentieth-Century Aesthetics.” Postmodern Culture 10, no. 2 (2000); Preciado, Paul B. “Pharmaco-pornographic Politics: Towards a New Gender Ecology.” Parallax 14, no. 1 (2008): 105–17; Rebentisch, Juliane. “Autonomie? Autonomie! Ästhetische Erfahrung heute.” In Ästhetische Erfahrung: Gegenstände, Konzepte, Geschichtlichkeit, edited by Sonderforschungsbereich 626. Berlin, 2006. Saketopoulou, Avgi. Sexuality Beyond Consent: Risk, Race, Traumatophilia. New York: New York University Press, 2023; Schopenhauer, Arthur. The World as Will and Representation. Vol. 1. Translated by E. F. Payne. New York: Dover Publications, 1969; Shalson, Lara. Performing Endurance: Art and Politics Since 1960. Cambridge: Cambridge University Press, 2018; Teukolsky, Rachel. Picture World: Image, Aesthetics, and Victorian New Media. Oxford: Oxford University Press, 2020; Vanhaelen, Angela, and Bronwen Wilson. “The Erotics of Looking: Materiality, Solicitation and Netherlandish Visual Culture.” In The Erotics of Looking: Early Modern Netherlandish Art, edited by Angela Vanhaelen and Bronwen Wilson, 875–85. Hoboken, NJ: John Wiley & Sons, 2013; Williams, Linda. “Corporealized Observers: Visual Pornographies and the ‘Carnal Density of Vision.’” In Fugitive Images: From Photography to Video, edited by Patrice Petro, 3–41. Bloomington: Indiana University Press, 1995; Woodall, Joanna. “Laying the Table: The Procedures of Still Life.” In The Erotics of Looking: Early Modern Netherlandish Art, edited by Angela Vanhaelen and Bronwen Wilson, 976–1003. Hoboken, NJ: John Wiley & Sons, 2013.

 

Anmerkungen

Alle verpflichtenden Texte werden online bereitgestellt; die endgültige Literaturliste wird zum Seminarbeginn erstellt und ausgehändigt

Schlagwörter

Ästhetik, Queer, Affizierung, New Materialism, Stillleben, Rokoko

Termine

Di., 06. Oktober 2026, 12:00–13:30 Seminarraum 22 (Vorbesprechung)
Di., 20. Oktober 2026, 12:00–15:00 Seminarraum 5
Di., 03. November 2026, 12:00–15:00 Seminarraum 5
Di., 17. November 2026, 12:00–15:00 Seminarraum 5
Di., 01. Dezember 2026, 12:00–15:00 Hörsaal 1
Di., 15. Dezember 2026, 12:00–15:00 Seminarraum 5
Di., 12. Jänner 2027, 12:00–15:00 Seminarraum 22
Di., 26. Jänner 2027, 12:00–15:00 Seminarraum 22

LV-Anmeldung

Von 31. August 2026, 09:00 bis 20. Oktober 2026, 19:49
Per Online Anmeldung

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Lehramt: Unterrichtsfach dex (Erweiterungsstudium): Wissenschaftliche Praxis: FOR: Lehrveranstaltungen nach Wahl aus Wissenschaftliche Praxis 074/2018UEW-003.80

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TransArts - Transdisziplinäre Kunst (Bachelor): Theoretische Grundlagen: Theoretische Grundlagen 180/2025UBA-003.01

Expanded Museum Studies (Master): Wahlfächer: Kunsttheorie 537/2021UMA-080.12

Expanded Museum Studies (Master): Wahlfächer: Gender Studies 537/2021UMA-080.34

Bühnengestaltung (1. Studienabschnitt): Kunsttheorie und Kulturwissenschaften: Gender Studies 542/2022U00-107.06

Bühnengestaltung (2. Studienabschnitt): Kunsttheorie und Kulturwissenschaften: Kunsttheorie 542/2022U00-207.03

Bühnengestaltung (2. Studienabschnitt): Kunsttheorie und Kulturwissenschaften: Gender Studies 542/2022U00-207.06

Medienkunst: Transmediale Kunst (2. Studienabschnitt): Wissenschaft, Theorie und Geschichte : Genderstudies 566/2019U00-208.07

Medienkunst: Transmediale Kunst (2. Studienabschnitt): Wissenschaft, Theorie und Geschichte : Kunsttheorie 566/2019U00-208.13

Medienkunst: Digitale Kunst (2. Studienabschnitt): Wissenschaft, Theorie, Geschichte: Genderstudies 567/2019U00-208.07

Medienkunst: Digitale Kunst (2. Studienabschnitt): Wissenschaft, Theorie, Geschichte: Kunsttheorie 567/2019U00-208.13

Kunst- und Kulturwissenschaften (Master): Wahlbereich 1: Kunsttheorie 568/2021UMA-005.05

Kunst- und Kulturwissenschaften (Master): Wahlbereich 2: Kunsttheorie 568/2021UMA-006.05

Design: Design und narrative Medien (2. Studienabschnitt): Methodische und theoretische Grundlagen: Geistes- und Kulturwissenschaften 576/2024U00-203.02

Design: Kommunikationsdesign (2. Studienabschnitt): Methodische und theoretische Grundlagen: Geistes- und Kulturwissenschaften 577/2025U00-203.02

Bildende Kunst (2. Studienabschnitt): Wissenschaftliche und forschende Praxis: Kunsttheorie, Kulturwissenschaften, Kunstgeschichte, Philosophie 605/2019U00-202.01

Bildende Kunst (2. Studienabschnitt): Wissenschaftliche und forschende Praxis: Gender Studies 605/2019U00-202.10

Bildende Kunst (2. Studienabschnitt): Wissenschaftliche und forschende Praxis: frei wählbar aus wissenschaftliche und forschende Praxis 605/2019U00-202.80

Design: Angewandte Fotografie und zeitbasierte Medien (2. Studienabschnitt): Methodische und theoretische Grundlagen: Geistes- und Kulturwissenschaften 626/2021U00-203.02

Art & Science (Master): Methoden und Praktiken transdisziplinärer Forschung: Praxis und Theorie 776/2026UMA-002.16

Mitbelegung: möglich

Besuch einzelner Lehrveranstaltungen: möglich