Kunst-Forschung-Geschlecht: Rematriation - Feminist Perspectives on Restitution

Maria Bussmann
Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, Kunsttheorie
2026W, Ringvorlesung (RV), 2.0 ECTS, 2.0 SemStd., LV-Nr. S51259

Gender/diversitäts/queerspezifisch

Beschreibung

 

Rematriierung – Feministische Perspektiven zur Restitution

Die Vortragsreihe Kunst – Forschung – Geschlecht legt im Studienjahr 2026-2027 ihren Fokus auf das Thema Rematriierung.

Sie betrachtet Praktiken der Rematriierung als Herausforderung gegenüber kolonialen Logiken von Eigentum, Rückgabe und Wert, blickt dabei über symbolische Gesten und die Rückgabe kolonialer Objekte hinaus und setzt ihren Fokus auf Beziehungen zu Land, Vorfahren, Gemeinschaft, und mehr- als-menschliche Verwandtschaften.

Die Reihe basiert auf einer feministischen, dekolonialen Kritik von Kunst, Kulturerbe sowie kulturellen Institutionen und lässt sich von den anhaltenden Forderungen nach Rematriierung inspirieren, die von Indigenen, Schwarzen, People of Colour und Global Majority-Wissenschaftler*innen, Künstler*innen und Kulturschaffenden artikuliert werden.

Ausgehend von Rahmenwerken wie Françoise Vergès A Programme of Absolute Disorder – Decolonising the Museum [1] oder Nish Doshis Calling for Rematriation: Art, Heritage, and Sovereignty [2] beschäftigt sich die Vortragsreihe mit Rematriierung, einer radikalen Form der Restitution, als gelebte, umstrittene und relationale Praxis, die es ermöglicht, ein Zusammenleben anders zu denken.

Aus feministischer Perspektive wird Rematriierung nicht nur in rechtlicher oder wirtschaftlicher Hinsicht verstanden, sondern auch als Erweiterung oder Konkretisierung der Forderung nach Restitution in Bezug auf epistemische, ökologische, kulturelle und spirituelle Verantwortung, Wiedergutmachung und Neukonzeptionen (Eve Tuck 2011, [3]).

Der Begriff erweitert die Perspektive auf Restitution und Wiedergutmachung, indem er sie als Methode darstellt: Die Rückgabe kultureller, spiritueller oder materieller Güter an indigene Gemeinschaften wird zusammen mit Prinzipien betrachtet, die mit Weiblichkeit und Fürsorge verbunden sind. Dieser Ansatz steht im Gegensatz zum kolonialen oder militärischen Konzept der Repatriierung. Rematriierung umfasst Restitution, Wiedergutmachung/Reparation und epistemologischen Wandel.

Prüfungsmodalitäten

Am Ende des Semesters findet ein Kolloqium zur Vorbereitung

und dann eine schriftliche Prüfung mit Fragen zu den einzelnen  Vorträgen auf Deutsch oder Engllich statt.

Anmerkungen

Termine der Vorträge: 

WO: im Auditorium

WANN:  Mittwochs, je 18:00 bis 20:00

 

Erster Vortrag:

07.10.2026

 

Zweiter Vortrag :

21.10.2026

Dritter Vortrag: 

04.11.2026

Vorträge

 

Vierter Vortrag:

25.11.2026

 

Fünfter Vortrag: 

13.01.2027

 

Kolloquium und Besprechung der Prüfung: 

Hörsaal 1 (OKPF, EG)

18:00 bis 20:00

20.01.2027

 

Prüfung: (schriftlich, 5 Fragen)

Hörsaal 1 (OKPF, EG)

18:00 bis 20:00

27.01.2027

 

 

 

 

Vorträge

Auditorium

18:00 bis 20:00

10.03.2027

Vorträge

Auditorium

18:00 bis 20:00

17.03.2027

Vorträge

Auditorium

18:00 bis 20:00

07.04.2027

Vorträge

Auditorium

18:00 bis 20:00

21.04.2027

Vorträge

Auditorium

18:00 bis 20:00

12.05.2027

Kolloquium

Hörsaal 1 (OKPF, EG)

18:00 bis 20:00

26.05.2027

Prüfung

Hörsaal 1 (OKPF, EG)

18:00 bis 20:00

02.06.2027

Schlagwörter

art research gender

LV-Anmeldung

Von 31. August 2026, 09:00 bis 21. Oktober 2026, 20:00
Per Online Anmeldung

Lehramt: Unterrichtsfach kkp (Bachelor): Wissenschaftliche Praxis: FOR: Lehrveranstaltungen nach Wahl aus Wissenschaftliche Praxis 067/003.80

Lehramt: Unterrichtsfach kkp (Bachelor): Weitere Schwerpunkte: Diversity, Gender und Queer Studies 067/030.05

Lehramt: Unterrichtsfach kkp (Erweiterungsstudium): Wissenschaftliche Praxis: FOR: Lehrveranstaltungen nach Wahl aus Wissenschaftliche Praxis 067/003.80

Lehramt: Unterrichtsfach dex (Bachelor): Wissenschaftliche Praxis: FOR: Lehrveranstaltungen nach Wahl aus Wissenschaftliche Praxis 074/003.80

Lehramt: Unterrichtsfach dex (Bachelor): Weitere Schwerpunkte: Diversity, Gender und Queer Studies 074/030.05

Lehramt: Unterrichtsfach dex (Erweiterungsstudium): Wissenschaftliche Praxis: FOR: Lehrveranstaltungen nach Wahl aus Wissenschaftliche Praxis 074/003.80

Transformation Studies. Art x Science (Bachelor): Focus! Transformation Areas: Social Transformation 162/040.20

TransArts - Transdisziplinäre Kunst (Bachelor): Theoretische Grundlagen: Theoretische Grundlagen 180/003.01

Expanded Museum Studies (Master): Wahlfächer: Gender Studies 537/080.34

Bühnengestaltung (1. Studienabschnitt): Kunsttheorie und Kulturwissenschaften: Gender Studies 542/107.06

Bühnengestaltung (2. Studienabschnitt): Kunsttheorie und Kulturwissenschaften: Gender Studies 542/207.06

Medienkunst: Transmediale Kunst (2. Studienabschnitt): Wissenschaft, Theorie und Geschichte : Genderstudies 566/208.07

Medienkunst: Digitale Kunst (2. Studienabschnitt): Wissenschaft, Theorie, Geschichte: Genderstudies 567/208.07

Design: Design und narrative Medien (2. Studienabschnitt): Methodische und theoretische Grundlagen: Geistes- und Kulturwissenschaften 576/203.02

Design: Kommunikationsdesign (2. Studienabschnitt): Methodische und theoretische Grundlagen: Geistes- und Kulturwissenschaften 577/203.02

Design: Mode (1. Studienabschnitt): Methodische und theoretische Grundlagen: Wahlfachpool methodische und theoretische Grundlagen 584/103.80

Bildende Kunst (2. Studienabschnitt): Wissenschaftliche und forschende Praxis: Gender Studies 605/202.10

Bildende Kunst (2. Studienabschnitt): Wissenschaftliche und forschende Praxis: frei wählbar aus wissenschaftliche und forschende Praxis 605/202.80

Design: Angewandte Fotografie und zeitbasierte Medien (2. Studienabschnitt): Methodische und theoretische Grundlagen: Geistes- und Kulturwissenschaften 626/203.02

Mitbelegung: möglich

Besuch einzelner Lehrveranstaltungen: möglich