PGS: Bodyscapes

Anita Hosseini
Institut für Kunstwissenschaften, Kunstpädagogik und Kunstvermittlung, Kunstgeschichte
2026S, Projektgebundenes Seminar (PGS), 10.0 ECTS, 4.0 SemStd., LV-Nr. S05723

Beschreibung

Der Begriff Bodyscape markiert ein interdisziplinäres Konzept, das den Körper nicht als isolierte, abgeschlossene Einheit versteht, sondern als Landschaft, Raum oder Gefüge von Beziehungen, das sozial, politisch, ökologisch und medial geformt ist. 

Im Kern geht es darum, den Körper als Terrain zu denken: als etwas, das durchzogen ist von Machtverhältnissen, Einschreibungen, Grenzziehungen und Zirkulationen. Dabei unterliegt die Definition des Körpers einem raumzeitlich produzierten Gefüge und wird ähnlich wie die Landschaft (das geschaffene/geformte/gerahmte Land) als geformt, kartiert, kontrolliert, kolonisiert, berechenbar und medial darstellbar aufgefasst. Damit wird der Fokus vom Körper als Subjekt verschoben hin zum Körper als Ort politischer und symbolischer Auseinandersetzung. 

Während die gängige Auffassung von Bodyscapes also den Körper durch Fragen des Relationalen, Ökologischen, Politischen und Landschaftlichen neudefiniert, soll in diesem PGS das Räumliche, das Örtliche, das Landschaftliche wiederum als Körper verstanden werden, das sich vice versa auf die Mensch-Welt-Relationalität auswirkt. Wie formen wir durch unser Handeln und unsere Bedürfnisse die Welt, in der wir leben? Welchen Einfluss haben diese Veränderungen und Auswirkungen auf uns, unsere Selbstwahrnehmung, unsere Wissensproduktion, unsere Erinnerungskultur, unsere Geschichtsschreibung und unsere Entscheidungen?

In vier Sektionen 1. Digitalisierung und Extraktivismus, 2. Border Regimes und Forensic Mapping, 3. Neuer Animismus und Anthropozän sowie 4. Eco-Feminism und Eco-Fascism möchten wir uns den umgekehrten Bodyscapes annähern und die politischen, ökologischen, dekolonialen und relationalen Potenziale dieses Untersuchungsgegenstandes herausarbeiten. 

 

Prüfungsmodalitäten

- regelmäßige Teilnahme (mind. 80% Anwesenheit),

- aktive Mitarbeit, mit Übernahme von Lese- und Diskussionsbeiträgen, sowie:

- die kollaborative Konzeption (und Umsetzung) von Kunstwerken gemeinsam mit der Studierenden der bildenden Kunst aus dem Seminar Künstl.Projektarbeit | Bodyscapes - Perspektiven auf künstlerische Strategien (unter der Leitung von Georgia Holz),

- inhaltliche Konzeption und Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an Studierendengruppen

- Kuration der gemeinsamen Ausstellung für das Angewandte Festival 2026

- Verfassen von Ausstellungstexten und social media Präsentationsmitteln. 

Anmerkungen

Das PGS ist ein kollaboratives Seminar zwischen den Studierenden des Masters für Kunst- und Kulturwissenschaften sowie Studierenden der bildenden Kunst, die gemeinsam auf Grundlage theoretischer, kunsthistorischer und diskursiver Auseinandersetzung mit dem Themenfeld eigene künstlerische Arbeiten und eine gemeinsame Ausstellung entwickeln, die auf dem Angewandte Festival 2026 zu sehen sein wird. 

Die Seminarsprache ist deutsch, es werden aber englische Texte gelesen.

Dieses Projektgebundene Seminar richtet sich ausschließlich an Studierende des Masters Kunst und Kulturwissenschaft, Studierende des künstlerischen Lehrarmts sowie Studierende der bildenden Kunst sollten sich bei Georgia Holz für das Seminar Seminar Bodyscapes - Perspektiven auf künstlerische Strategien anmelden. 

Aufgrund der begrenzten Teilnehmer:innenzahl bitten wir interessierte Studierende, ihre  Motivation in 3–5 Sätzen kurz zu beschreiben und diese bis zum 21. Februar 2026 an anita.hosseini@uni-ak.ac.at zu senden.

Schlagwörter

digitisation, extractivism, anthropocene, animism, border regimes, Exhibition, curation, Installation

Termine

Mi., 11. März 2026, 10:00–12:00 Seminarraum 23 , „Einführung“ (Gastvortrag: Chan Sook Choi)
Mi., 18. März 2026, 10:00–12:00 Seminarraum 23 , „Digitalisierung und Extraktivismus “
Mi., 25. März 2026, 10:00–13:00 Seminarraum 23 , „Border Regimes & Forensic Mapping“
Mi., 15. April 2026, 10:00–13:00 Seminarraum 23 , „interner Austausch zwischen Gruppen“
Mi., 15. April 2026, 15:00–16:30, „Kunst Haus Wien: Seeds. Reclaiming Roots, Sowing Futures“ (Gastvortrag: Sophie Haslinger, Stephan Kuss)
Mi., 22. April 2026, 10:00–13:00 Seminarraum 23 , „Eco-feminism & Eco-Fascism“ (Gastvortrag: Mai Ling)
Mi., 29. April 2026, 10:00–13:00 Seminarraum 23 , „Neuer Animismus und Anthropozän“ (Gastvortrag: Katrin Hornek)
Mi., 06. Mai 2026, 10:00–13:00 Seminarraum 23 , „eigenständiges Arbeiten/Entwicklung der Werke/Ausstellung“
Mi., 13. Mai 2026, 10:00–13:00 Seminarraum 23 , „eigenständiges Arbeiten/Entwicklung der Werke/Ausstellung“
Mi., 20. Mai 2026, 10:00–13:00 Seminarraum 23 , „interne Präsentation der Konzepte/Ideen“
Mi., 27. Mai 2026, 10:00–13:00 Seminarraum 23 , „eigenständiges Arbeiten/Umsetzung der Werke und Konzeption der Ausstellung“
Mi., 03. Juni 2026, 10:00–13:00 Seminarraum 9 , „eigenständiges Arbeiten/Umsetzung der Werke und Konzeption der Ausstellung“
Mi., 10. Juni 2026, 10:00–13:00 Seminarraum 23 , „eigenständiges Arbeiten/Umsetzung der Werke und Konzeption der Ausstellung“
Mi., 17. Juni 2026, 10:00–13:00 Seminarraum 23 , „finale Präsentation “
Mi., 24. Juni 2026, 10:00–13:00 Seminarraum 23 , „Aufbau“
Mi., 01. Juli 2026, 10:00–13:00 Seminarraum 23 , „Festival“

LV-Anmeldung

Von 02. Februar 2026, 09:00 bis 23. Februar 2026, 09:01
Per Online Anmeldung

Kunst- und Kulturwissenschaften (Master): Projektgebundene Seminare: Projektgebundenes Seminar 1-3 568/001.01

Mitbelegung: nicht möglich

Besuch einzelner Lehrveranstaltungen: nicht möglich