Innovative Methoden wissenschaftlich-künstlerischer Forschung I
Thomas Feuerstein
Institut für Bildende & Mediale Kunst, Transmediale Kunst
2016W, Seminar (SE), 2.0 SemStd., LV-Nr. S00319
Beschreibung
Dämonologie der Kunst
Seit der Aufklärung sind Dämonen nicht länger obskure Fabelwesen, sondern rationale Prozesse, die den Alltag kybernetisch organisieren. Wie einst im Mythos operieren technische Dämonen im Hintergrund. Sie stecken in elektronischen Artefakten, lauern in Computersystemen und beleben animistisch die Fetische unserer Kultur. Sie strukturieren über soziale Medien das Zusammenleben und steuern Routinen und Automatismen.
Die antike Vorstellung des Dämons als Zu- und Verteiler des Schicksals aktualisiert sich gegenwärtig in technischen, politischen und ökonomischen Entwicklungen, in denen die Verteilung von Informationen, Ressourcen und Freiheiten zur Herausforderung der Zukunft geworden ist. Seit der Moderne beobachtet und kommentiert Kunst die Dämonisierung von Kultur nicht nur, das Dämonische selbst wird in Form von Prozessen Bestandteil künstlerischer Arbeiten.
Das Seminar diskutiert "dämonische" Szenarien im Kontext der Kunst und fragt nach Möglichkeiten einer künstlerischen Poetik jenseits ästhetischer Konventionen.
Prüfungsmodalitäten
schriftliche Seminararbeit
Schlagwörter
Kunst und Wissenschaft
Termine
04. November 2016, 17:00–19:00 Seminarraum 13
02. Dezember 2016, 17:00–19:00 Seminarraum 13
LV-Anmeldung
Per E-Mail: feuerstein@myzel.net
Per Telefon: 0043 6506840583
Studienplanzuordnung
Mitbelegung: möglich
Besuch einzelner Lehrveranstaltungen: möglich